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Aus dem Landkreis Feuerwehren im Dauereinsatz
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Feuerwehren im Dauereinsatz
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00:17 28.07.2017
In Hörkamp-Langenbruch leiten die Helfer der Feuerwehr die Wassermassen mithilfe von Holzlatten um. Quelle: Geist
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Landkreis

Der anhaltende Regen ließ nicht nur die Bäche beinahe übertreten, auch etliche Keller im Landkreis liefen voll. Der Pegel der Weser stieg sukzessive. Die Freiwilligen Feuerwehren und das THW hatten einiges zu tun.

Seit dem Vormittag hatte der Deutsche Wetterdienst für Schaumburg die höchste Warnstufe ausgerufen. Violett. Stufe 4. Das bedeutet Niederschlagsmengen von 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter. Die Experten sprachen von extrem ergiebigem Dauerregen in wechselnder Intensität. Schuld war das Tiefdruckgebiet Alfred. Die Warnung gilt noch bis in den frühen heutigen Morgen hinein.

Besonders für die Anrainer der Rodenberger Aue eine Situation zwischen Hoffen und Bangen. Das Wasser kam immer höher. Erinnerungen wurden wach vom Hochwasser 2010 und den Überschwemmungen vom Mai 2013. Auch die Anlieger am Krummen Bach in Stadthagen behielten ihr eigentlich überschaubares Gewässer im Blick. Der Ziegenbach in Lüdersfeld, im Sommer eigentlich kaum vorhanden, trat über die Ufer.

Bis zum Abend zählten die Freiwilligen Feuerwehren sowie das THW im Landkreis etwa 60 Einsätze. Darunter waren die Schwerpunkte die Samtgemeinden Nenndorf, Rodenberg, die Stadt Rinteln und Stadthagen. In Bückeburg war die Situation den Tag über etwas entspannter. In Richtung Minden sprach der Wetterdienst auch nicht mehr von der höchsten Alarmstufe.

Autofahrer auf der A2 wurden immer wieder auf mögliche Gefahren durch Aquaplaning aufmerksam gemacht. Hart gesotten waren trotz allem die Polizisten, die auf der B65 bei Gelldorf von 11.30 bis 14 Uhr Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt haben. Am Ende registrierten die Beamten 31 Verstöße, davon müssen drei Autofahrer mit einem Fahrverbot rechnen. Die Polizisten zeigten sich überrascht, dass selbst bei diesen nassen Straßen, so viele Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs waren. „Und das bei derart katastrophalen Sicht- und Fahrbahnverhältnissen“, bemerkt der Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, Axel Bergmann, mit einem Kopfschütteln.

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