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Aus dem Landkreis „Fifty-Fifty-Taxi“ wird günstiger angeboten
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis „Fifty-Fifty-Taxi“ wird günstiger angeboten
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20:00 12.03.2012
Die Verantwortlichen des Landkreises hoffen, dass Jugendliche unter den veränderten Angebotsbedingungen künftig das „Fifty-Fifty“-Taxi häufiger nutzen. Quelle: rg
Landkreis

Landkreis (ssr). Zielsetzung dieses seit 2008 bestehenden Taxi-Rabatts ist es nach den Worten des Ersten Kreisrats Klaus Heimann, sogenannten „Disco-Unfällen“ entgegenzuwirken. Das heißt: Junge Leute im Alter zwischen 16 und 25 Jahren können in den Nächten zu Sonnabenden sowie zu Sonn- und Feiertagen innerhalb des Landkreises verbilligt Taxi fahren. Das soll verhindern helfen, dass Jugendliche vor allem nach dem Besuch von Discos, Partys, Zeltfesten und ähnlichen Veranstaltungen trotz Alkoholgenusses mit dem Auto unterwegs sind.

 Dafür hatte der Landkreis im vergangenen Jahr 40000 Euro bereitgestellt. Davon in Anspruch genommen haben Jugendliche aber nur 722,50 Euro – das sind gerade einmal 1,7 Prozent dieser Summe. Anders ausgedrückt: Kreisweit ist es in 2011 im statistischen Schnitt an jedem Wochenende zu gerade einmal drei subventionierten Taxifahrten gekommen. „Es treibt uns um, dass das Modell nicht angenommen wurde“, bekannte Heimann während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung.

 Gespräche mit Jugendlichen haben nach den Worten des ÖPNV-Experten der Kreisverwaltung, Knut Utech, zu folgender Erkenntis geführt: Da bisher pro Taxifahrt nur zwei kostenlose Bons im Gesamtwert von fünf Euro eingesetzt werden durften, verblieb bei den in ländlichen Regionen wie Schaumburg üblichen oftmals längeren Fahrtstrecken „ein zu hoher Restbetrag der Eigenfinanzierung“. Zudem wurden bisher pro Halbjahr nur maximal fünf Bons pro Jugendlichem abgegeben.

 Daher beschloss der Fachausschuss einvernehmlich: Ab sofort werden pro Halbjahr und Jugendlichem (bis 25 Jahre) bis zu zehn Bons im Gesamtwert von 25 Euro abgegeben. Und: Der Preis einer Taxifahrt darf künftig bis zu 50 Prozent durch Bons abgegolten werden. „Schließen sich vier Jugendliche zu einer Fahrt zusammen, ist der für jeden Einzelnen verbleibende Restbetrag künftig überschaubar“, so Heimann. „Wir hoffen, dass dieses Modell das ,Fifty-Fifty‘-Taxi deutlich attraktiver macht.“

 Der erste Schritt, um an Bons zu kommen, ist laut Heimann der Gang zur jeweiligen Gemeindeverwaltung. Hier sind Berechtigungskarten erhältlich, die den Bezug der kostenlosen Bons ermöglichen.