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Finanzierung des Stromspar-Checks in Gefahr

Landkreis / Siga Finanzierung des Stromspar-Checks in Gefahr

Mit dem Stromspar-Check verfolgt die Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga) seit 2010 unter anderem das Ziel, einkommensschwache Haushalte zu entlasten. Das Projekt ist nach Angaben der Siga sehr erfolgreich. Die Finanzierung durch das Job-Center Schaumburg ist aber nur zum 31. August gesichert. Deshalb ist die Siga nun auf der Suche nach Sponsoren, die das Projekt am Leben erhalten. Andere Fördermöglichkeiten gibt es Geschäftsleiter Joachim Peters zufolge nicht.

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Die Energiesparhelfer Bernd Schweer und Liane Bönisch messen den Wasserverbrauch. © rg

Landkreis (kil). Der Stromspar-Check ist gemeinsam von Siga, Job-Center und Caritas initiiert worden. „Einkommensschwache Haushalte haben oft hohe Stromschulden aufzuweisen“, erklärt Peters. Die Idee bestehe darin, die Menschen für einen bewussten Umgang mit Stromverbrauch zu sensibilisieren. Vom Job-Center erhielten Empfänger von Wohngeld, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II einen sogenannten Gutschein für einen Stromspar-Check.

Das heißt, dass ein Stromsparhelfer in ihren Haushalt kommt und sämtliche Geräte auf ihren Energieverbrauch misst. „In erster Linie geht es um den Energiesektor“, aber auch Wasserverbrauch und Heizkosten werden unter die Lupe genommen.
Die Beratung sowie energetische Umstellungen sind Peters zufolge kostenlos. „Bei jedem Kunden lassen wir etwa 40 bis 70 Euro.“ Bisher seien insgesamt 114 Stromspar-Checks im Landkreis durchgeführt worden. Durchschnittlich habe man pro Haushalt 91 Euro für Strom-, 40 Euro für Wasser- und acht Euro für Heizkosten einsparen können.

Dabei sei die Entlastung der einkommensschwachen Haushalte nur ein positiver Effekt des Projektes. „Weitläufig wird dadurch auch CO2 eingespart“, betont Peters. Zudem werde die Verbreitung von bewährten Energie- und Wasserspartechniken gefördert und somit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

„Mit dem Projekt decken wir viele Aspekte auf einmal ab.“ Aktuell sind drei Stromsparhelfer im Einsatz. Ab dem 1. September habe das Bundesverwaltungsamt Köln der Siga sechs Bürgerarbeitsplätze bis Ende 2014 bewilligt. Die Stromsparhelfer sollen im Zuge des Projektes geschult und für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht werden.

„Unsere Personalkosten sind damit erst einmal gedeckt,“ sagt Peters. Durch Büro- und Fahrzeugkosten sowie weitere Ausgaben entstehe aber eine Finanzierungslücke, die die Siga nicht selbstständig schließen könne.

Der Landkreis als neuer Träger des Job-Centers hat bereits angegeben, nicht „in die finanzielle Bresche springen“ zu können. Jetzt hofft die Siga auf Unternehmen, die das Projekt mit einem finanziellen Beitrag vor dem Aus bewahren.

• Die Siga ist telefonisch, (0 57 21) 92 35 32, und per Email, siga.ev@t-online.de zu erreichen.

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