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Aus dem Landkreis „Flash-Over“ zur Gewöhnung im Container
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis „Flash-Over“ zur Gewöhnung im Container
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18:41 20.08.2011
Neue Technik: Christian Käcks meldet sich am Arm-Ergometer an. Quelle: jpw
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Landkreis (jpw). „Es wäre dunkel, und Luft vernebelt“, vermittelt Kreisausbildungsleiter Jürgen Aldag einen Eindruck vom Trainingsernstfall. Kreisausbilder Frank Schubert hätte an seinem Steuerpult mit vier Bildschirmen auch die Geräusche vom Holzgeknister, Geschrei oder auch Sirenen parat. Atemschutzgeräteträger Christian Käcks von der Feuerwehr Stadthagen absolviert die Strecke, zwingt sich durch die Bahn. Käcks hat es ein wenig einfacher, als seine 820 Atemschutzgeräteträgerkameraden aus den Feuerwehren des Landkreises und er es normalerweise haben würden. Er simuliert für die Gäste, die sich die aufgerüstete Übungsstrecke anschauen, nur den Trainingsernstfall.

Zusammen mit Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote führt Aldag durch die jetzt durchelektronisierte Trainingsstrecke: „Wir hatten keine vernünftige Datenerfassung“, sagt Aldag. Das hat sich nun geändert. Rund 44 000 Euro sind vom Landkreis in eine zeitgemäße EDV investiert worden.

Jeder Atemschutzgeräteträger, der die Strecke einmal im Jahr absolvieren muss, bekommt künftig einen Chip ums Handgelenk, alle relevanten Daten des Durchganges laufen zur Auswertung in einem Computer zusammen.

Statt eines Crosstrainers steht ein Laufband bereit, Leiter und Arm-Ergometer sind geblieben. Alle Geräte sind EDV-gesteuert, fünf neue Kameras – davon drei auf der Übungsbahn – sind von den Kontrollbildschirmen aus steuerbar. „Die relevanten Werte jedes einzelnen Atemschutzgeräteträgers sind bei uns abrufbar“, sagt Aldag.

Auf dem Hof der FTZ ist für die Gewöhnungsübung der „Heißausbildung“ wieder einmal der Lastwagen von Draeger mit dem Container geparkt, in dem Brandbekämpfung bis hin zum gefürchteten „Flash-Over“ – dem explosionsartigen Zusammenschlagen der Flammen an der Decke – simuliert werden kann. Auch hier: Dunkelheit und mehr als mollige 100 Grad. „Mehr als 270 Teilnehmer schleusen wir hier an drei Tagen durch“, berichtet Aldag. „Wenn die da herauskommen, sind sie platt“, meint Aldag.

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