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Flüchtlinge: Erste Minderjährige untergebracht

70 Familien folgen Aufruf des Jugendamts Flüchtlinge: Erste Minderjährige untergebracht

Der Aufruf zeigt Wirkung: 70 Familien haben sich bereits beim Jugendamt des Landkreises Schaumburg gemeldet, um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu betreuen, sagt Kreisdezernentin Katharina Augath.

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Zwei Flüchtlingskinder sind bereits bei Schaumburger Familien untergebracht worden. Es werden noch Menschen mit entsprechenden Sprachkenntnissen gesucht.

Quelle: dpa

Landkreis (jak).  Zwei Minderjährige aus der Prince Rupert School sind sogar schon bei Familien untergekommen. Mit zwölf weiteren Familien gab es bereits Besichtigungstermine. Weitere acht Minderjährige seien in einer neuen Betreuungsgruppe der „Gotteshütte“ untergebracht worden.Nachdem das Land Niedersachsen die Verantwortung für die 30 noch nicht registrierten minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge in der Prince Rupert School dem Kreisjugendamt zugeschoben hat (wir berichteten), musste schnell gehandelt werden. Insgesamt sollen nach einem ab dem 2. November gültigen Verteilungsschlüssel 60 Flüchtlingskinder vom Kreisjugendamt versorgt werden. Das ist notwendig geworden, weil die Jugendämter größerer Städte der Aufgabe nicht mehr gewachsen waren. Mit den bereits Anwesenden 30, von denen allerdings einige bereits wieder abgereist sind, ist die Quote damit schon vor Anfang der Zuteilung zur Hälfte erfüllt.Augath rechnet damit, dass es nicht lange dauern wird, bis weitere 30 Kinder und Jugendliche dem Landkreis zugeteilt werden.Für die Kreisdezernentin sind Familien die beste Möglichkeit, um den Minderjährigen die Möglichkeit zu geben, sich zu integrieren. Um festzustellen, ob die jeweilige Familie sich eignet, gebe es zu Anfang einen intensiven Hausbesuch, wo nicht nur die Wohnsituation, sondern auch die pädagogische Eignung geprüft werde. Eine entsprechende Ausbildung sei dafür zwar wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig. Wichtig sei die Aufgeschlossenheit einem jungen, in diesem Land fremden Menschen gegenüber.Gerade am Anfang würden sie dann auch beinahe täglich vom Jugendamt begleitet. Dort wurde eine dreiköpfige „Taskforce“ gegründet, die sich speziell mit dem Thema befasst. Auch der Pflegekinderdienst sei mit der Sache betraut.Bisher haben sich nur etwa drei Familien gemeldet, die auch entsprechende Sprachkenntnisse besitzen. „Es wäre natürlich wünschenswert, wenn wir syrische oder andere arabisch sprechende Familien finden würden“, appelliert Augath. Das könne den Einstieg in die deutsche Gesellschaft entscheidend vereinfachen.Für interessierte Familien sei es sowohl möglich, Minderjährige nur zeitweise aufzunehmen, oder aber bis zum 18. Geburtstag zu begleiten, erklärt Augath. „Wenn sich ein junger Mensch in einer Familie wohlfühlt, dann kann er dort natürlich bleiben“, so Augath.

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