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Flüchtlingsproblematik: Liberale informieren sich

Schaumburger FDP Flüchtlingsproblematik: Liberale informieren sich

Bei der Flüchtlingsarbeit des Landkreises Schaumburg habe man sich weitgehend an dem seit mehr als zehn Jahren praktizierten „Leverkusener Modell“ (Unterbringung in Privatwohnungen statt in Sammelunterkünften) orientiert und damit bisher gute Erfahrungen gemacht, sagte Klaus Heimann, Erster Kreisrat, zu Beginn eines ausführlichen Informationsgesprächs mit dem Schaumburger FDP-Kreisvorstand.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Landkreis. Einer Pressenotiz der Liberalen zufolge erläuterte Heimann die Einzelheiten des Leverkusener Modells, nannte aber auch Voraussetzungen, die noch zu erfüllen sind, um dieses Modell weiterhin erfolgreich umzusetzen.

 Dabei sei die Beschaffung von geeignetem Wohnraum für Familien die größte Herausforderung. Auch wenn dies schon in Zusammenarbeit mit der Kreiswohnungsbaugesellschaft zunehmend gelinge, reiche dies nicht aus, um einem plötzlichen Ansturm von größeren Flüchtlingsgruppen gerecht zu werden. Hier sind dann nach Worten Heimanns Gemeinschaftsunterkünfte für bis zu 40 Personen erforderlich. Zurzeit würden dem Landkreis mit einer Vorlaufzeit von acht Tagen wöchentlich 15 bis 20 Flüchtlinge zugewiesen, und man bemühe sich fortlaufend um geeignete Wohnungen im gesamten Kreisgebiet. Es gäbe zwar auch Wohnraum von Privatpersonen, doch Vorurteile, Bedenken und Ängste im Umgang mit den Fremden, ob berechtigt oder unberechtigt, stünden der Nutzung dieses Wohnraums oft im Wege, heißt es in der FDP-Pressemitteilung weiter. Eine stärker zunehmende Anzahl von Flüchtlingen würde auch den Einsatz mobiler Wohneinheiten erfordern - eine Lösung, die man aber gern vermeiden möchte, sagte Heimann.

 In der anschließenden Diskussion ging es vornehmlich um die Betreuung der Flüchtlinge durch geeignete Sozialarbeiter. Die Liberalen befürchten, dass die vier Sozialarbeiter schon jetzt bei Weitem nicht ausreichen, um die zurzeit 828 Flüchtlinge ausreichend qualifiziert zu betreuen.

 „Auch wenn man das ehrenamtliche Engagement noch stärker fördern würde, um so die Sozialarbeiter mehr und mehr von administrativen Aufgaben zu befreien, damit sie sich sehr viel stärker den Beziehungsproblemen der Flüchtlinge untereinander, der Konfliktprävention und den integrativen Aufgaben zuwenden können – mit vier Sozialarbeitern wird man auf Dauer nicht auskommen können“, so der FDP-Kreisvorsitzende Paul-Egon Mense. Es gebe sicherlich genügend Menschen, auch Rentner und Pensionäre, die auf ein erfahrungsreiches Arbeitsleben zurückblicken und zu einem sozialen Engagement in einem Ehrenamt bereit seien. r

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