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Förderer fordern mehr Förderer

Landkreis Förderer fordern mehr Förderer

Der Förderverein der Kreisjugendfeuerwehr unterstützt die Kinder- und Jugendfeuerwehren materiell und finanziell bei deren Aktivitäten. Er gewährleistet auch, dass Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien an den Zeltlagern teilnehmen können.

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Der Förderverein unterstützt das vielfältge Treiben der Kinder- und Jugendfeuerwehren wie Wettkämpfe und Zeltlager.

Quelle: pr

Landkreis (jcp). Luft nach oben gibt es bei den Mitteln immer: Deshalb werden Kreisjugendfeuerwehrwart Ralf Hoffrichter und Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote, der auch Vorsitzender des Fördervereins ist, auch elf Jahre nach Gründung des Vereins nicht müde, stetig um neue Mitglieder zu werben.

Eine „Zweiklassengesellschaft aus Unterstützern und Nicht-Unterstützern“ beklagte Hoffrichter jüngst bei der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in Obernkirchen. Stein des Anstoßes: Von 163 Mitgliedern im Förderverein sind 91 Privatpersonen (darunter Landrat Jörg Farr) und Firmen – aber nur 72 Orts- und Jugendfeuerwehren. Insgesamt gibt es im Landkreis 108 Freiwillige Feuerwehren, die meisten davon verfügen auch über eine eigene Jugend- und Kinderabteilung. „Die Unterstützung aller Jugend- und Kinderfeuerwehren im Landkreis Schaumburg wird immer vielfältiger und damit auch immer kostenintensiver“, lautete der Appell des Kreisjugendwarts Hoffrichter bei der Verbandsversammlung. „Deswegen benötigen wir die Unterstützung aller Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis.“ Am Jahresbeitrag von 30 Euro, sagte Hoffrichter damals, dürfe die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit nicht scheitern.

Dem Fördervereinsvorsitzenden Grote indes scheint die Formulierung „Zweiklassengesellschaft“ zu scharf zu sein. Man wolle niemanden vergraulen oder Leuten das Gefühl geben, sie würden zum Beitritt genötigt. „Ich denke auch nicht, dass sich da jemand mit böser Absicht raushält“, sagt der Kreisbrandmeister. „Viele sind sich, glaube ich, einfach der Bedeutung des Fördervereins nicht bewusst oder schieben es immer wieder auf und vergessen dann, beizutreten.“ Breitere Unterstützung durch die Ortsfeuerwehren sei aber wünschenswert.

Grote begründet das so: Eine Woche Kreiszeltlager kostet 90 Euro. Gerade bei Familien mit mehreren Kindern in der Feuerwehr kommt da schnell eine Summe zusammen, die auch durchschnittliche Einkommen über Gebühr strapaziert. 50 Prozent der Kosten schießt der Förderverein in solchen Fällen dazu, damit die Kinder nicht aufs Zeltlager verzichten müssen. Hinzu kommen unter anderem die Unterstützung des vierteljährlich erscheinenden „Feuerwehrjournals“, die Anschaffung von Medaillen für die Wettbewerbe der Jugendfeuerwehren und Konzerte.

Bis dahin habe es in der elfjährigen Geschichte des Fördervereins noch nie einen nennenswerten Engpass gegeben. Trotzdem hoffen Grote und Hoffrichter darauf, im Laufe des Jahres viele Feuerwehren zu Förderern zu machen, wofür sie unablässig bei Versammlungen Werbung betrieben. „Die Arbeit des Fördervereins“, fasst Grote zusammen, „kommt letzten Endes allen zugute.“

Auch das Konzert der Big Band der Bundeswehr zur Erinnerung an den verstorbenen Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Lohmann am Mittwoch, 27. Juni, im Kurpark in Bad Nenndorf findet mit Unterstützung des Fördervereins statt.

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