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Aus dem Landkreis Fragen rund um den Kita-Streik
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Fragen rund um den Kita-Streik
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00:27 05.06.2015
Streikende in Stadthagen. Quelle: ber
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Landkreis

 Die SN berichten, was Eltern über den Kita-Streik wissen müssen.

• Bis wann wird noch gestreikt?
Ein Ende des Streiks ist nach Gewerkschaftsangaben Anfang kommender Woche möglich. Dazu müssten sich beide Seiten aber noch deutlich aufeinander zubewegen, sagte der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, der seit Montag mit den Vertretern des Verbands kommunaler Arbeitgeber verhandelt. Ganz so optimistisch ist Jeannine Geißler dagegen nicht. Die stellvertretende Verdi-Geschäftsführerin im Bezirk Hannover/Leine-Weser, zu dem auch der Landkreis Schaumburg zählt, ist zwar froh, „dass es überhaupt Verhandlungen gibt. Aber das Angebot der Arbeitgeber ist keine echte Verhandlungsgrundlage.“

• Bleiben die Kitas auf unbestimmte Zeit geschlossen?
Nach Angaben von Geißler könnte die Gewerkschaft ihre Streikstrategie ändern. Am morgigen Donnerstag sei eine Konferenz der Streikdelegierten in Frankfurt geplant, bei der das Ergebnis der Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite diskutiert werden soll. „Falls es bis dahin nicht zu einer Einigung kommt, geht es auch um die weitere Streikstrategie.“ Verdi sei sich bewusst, dass der öffentliche Druck auf die Gewerkschaft und Erzieher größer werden könnte, wenn die Kitas weiter geschlossen bleiben. Geißler: „Es geht auch an den Erziehern nicht spurlos vorbei, dass sie ,ihre Kinder‘ wochenlang nicht sehen.“

• Wer streikt?
Der Streik betrifft die bei den Kommunen beschäftigten Erzieher, die gemäß dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) entlohnt werden. In Schaumburg haben nach Angaben des Gewerkschaftssekretärs Michael Patschkowski rund 100 Erzieher seit dem 8. Mai zumindest zeitweise die Arbeit niedergelegt. Betroffen waren bisher Einrichtungen in Stadthagen, Bückeburg, Rinteln, Bad Nenndorf, Rodenberg, Obernkirchen, Helpsen, Rehren und Escher. Einrichtungen privater oder kirchlicher Träger sind nicht betroffen. Darüber hinaus sind von den Tarifverhandlungen unter anderem auch Heilpädagogen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen betroffen.

• Worum geht es?
Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der bundesweit rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter. Die Einstufung im Tarifsystem der Erzieher erfolgt nach Tätigkeit und Berufserfahrung. Eine Erzieherin mit achtjähriger Tätigkeit etwa bekommt nach Angaben von Verdi derzeit 2 946 Euro brutto im Monat, nach den Vorstellungen der Gewerkschaft soll sie künftig 3 387 Euro erhalten. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen, die einer durchschnittlichen Gehaltserhöhung von zehn Prozent entsprechen, nicht bezahlbar.

• Wie weit liegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auseinander?
Verdi hat das Angebot der Arbeitgeber als „Mogelpackung“ kritisiert, da es nur für wenige Beschäftigte kleine Verbesserungen enthalte. Erzieher außerhalb von Kitas würden gar nicht von der höheren Eingruppierung profitieren. Auch für Berufsgruppen wie Sozialarbeiter oder Heilerziehungspfleger liege kein Angebot der Arbeitgeberseite vor.

• Müssen Eltern trotz geschlossener Kitas für die nicht geleistete Betreuung bezahlen?
Die Kommunen ziehen die Streiktage vom Lohn der Beschäftigten ab. Verdi bezahlt ihre Mitglieder, die sich an den Streiks beteiligen, aus der Streikkasse. „Die Kommunen sparen Geld. Das ist ein Problem bei Streiks im gesamten öffentlichen Dienst“, so Geißler. Allerdings haben sich einzelne Kommunen in Schaumburg dazu bereit erklärt, bei Schließung der Kita den Eltern die Kosten für die nicht erfolgte Betreuungsleistung zu erstatten. In Stadthagen gibt es derartige Pläne nach Angaben der städtischen Fachbereichsleiterin Bürgerdienste noch nicht. Iris Freimann: „Ich bin mir aber sicher, dass wir das diskutieren werden.“

Gleich zwei besondere Konzerte hat die Schaumburger Landschaft während des großen Max-und-Moritz-Jubiläums geplant.

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