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Aus dem Landkreis Frauen gründeten 2017 262 Einzelunternehmen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Frauen gründeten 2017 262 Einzelunternehmen
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16:30 11.03.2018
Die meisten Frauen machen sich laut Statistik im Einzelhandel selbstständig. Quelle: dpa
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Landkreis

Anlässlich des Internationalen Frauentags vermeldete das LSN einen landesweiten Frauenanteil von 35,6 Prozent bei den neu gegründeten Einzelunternehmen des vergangenen Jahres, im Jahr 2016 lag der Frauenanteil bei 35,4 Prozent.

Häufiger Grund für den Schritt zur eigenen Existenz ist nach Einschätzung von Melanie Thiem, Vorsitzende der Existenzgründenden Frauen in Schaumburg (Efas), Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. „Das ist mit den festen Arbeitszeiten bei den meisten Arbeitgebern oft nicht möglich“, sagt Thiem. Ein weiterer Unterschied zur unternehmerischen Männerwelt sei die Risikobereitschaft. „Eine Frau nimmt einen Kredit von über 10.000 Euro auf, ein Mann nimmt dagegen gleich 100.000 Euro und gründet im größeren Stil“, erklärt Thiem. Bei Männern seien auch die über Jahrzehnte gewachsenen Netzwerke ausgeprägter und „Vitamin D immer hilfreich“.

Frauen häufig im Einzelhandel

Das Einzelunternehmen ist die am häufigsten (landesweit 77,2 Prozent) gewählte Rechtsform bei einer Gewerbeanmeldung. Die Anmeldungen werden statistisch unterteilt in Neuerrichtungen, Zuzüge und Übernahmen. Zu den Neuerrichtungen zählen Neugründungen und Umwandlungen.

In Niedersachsen wurden 2017 insgesamt 37.399 Einzelunternehmen neu gegründet, darunter 13.329 von Frauen. Im Jahr davor waren von insgesamt 37 089 Einzelunternehmen 13.148 von Frauen gegründet worden.

Nach Branchen verteilt gründeten Frauen am häufigsten (24,9 Prozent) ein Einzelunternehmen im Einzelhandel (3.314). An zweiter Stelle lag der Wirtschaftsabschnitt zur „Erbringung von sonstigen überwiegend persönlichen Dienstleistungen“ mit 23,3 Prozent (3101), darunter fallen beispielsweise Kosmetik- oder Frisörstudios. An dritter Stelle folgte die Gastronomie mit 662 Neugründungen, das entspricht fünf  Prozent.

Landesweite Tendenz

Bei der Nationalität gibt es keine Aufschlüsselung nach Geschlecht für Schaumburg, mit 625 Gründern hat aber die überwältigende Mehrheit die deutsche Staatsangehörigkeit, gefolgt von der türkischen und polnischen. Diese Tendenz setzt sich auch landesweit durch: 85,2 Prozent der Gründerinnen haben den deutschen Pass.

Beratung und Vernetzung für Existenzgründerinnen bietet das Zentrum für Unternehmensgründung und Sicherung des Landkreises unter Telefon (0 57 21) 70 32 22 oder per E-Mail an wirtschaftsfoerderung.80@landkreis-schaumburg.de. geb, r

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