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Freisprechungsfeier für zehn Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte

Start frei ins Berufsleben Freisprechungsfeier für zehn Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte

„Menschen mit Ihrer Ausbildung werden nicht nur von Anwaltskanzleien, sondern auch bei der Justiz ausgesprochen gern genommen“, hat Eike Höcker, Präsidentin des Landgerichts in Bückeburg, bei der Freisprechung der Rechtsanwalts- und Notarfachgestellen die jungen Leute ermuntert, sich zu bewerben.

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Zehn „Renos“ haben ihre Fachangestelltenbriefe in der Tasche. Heinrich Schraepler, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, freut sich mit ihnen.

Quelle: ly

Bückeburg/Landkreis. In der Justiz mache der mittlere Dienst den größten Teil bei den Mitarbeitern aus, ergänzte die Juristin.

 Heinrich Schraepler, Rechtsanwalt aus Bückeburg und seit 24 Jahren Vorsitzender des Prüfungsausschusses, riet den frischgebackenen Absolventen, von denen neun nicht übernommen werden, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen. Auf sich selbst bezogen fügte er hinzu: „Kaum einer würde glauben, wie viele neue Gesetze es allein während meiner Tätigkeit gegeben hat.“ Nicht scheuen sollten sich die jungen Menschen auch, Fragen zu stellen.

 „Sie haben etwas Besonderes erreicht“, lobte Jürgen Steltner, Leiter der Berufsbildenden Schulen Stadthagen. Zugleich versicherte er, sich für den Erhalt des wichtigen Bildungsganges in Stadthagen einzusetzen. „Aber es gibt Grenzen.“ Steltner spielte damit auf das „Bündnis Duale Berufsausbildung“ an, das Überlegungen zur Stärkung dieses Systems anstellt. Steltners Überzeugung: „Die berufliche Bildung wird sich mit Sicherheit verändern.“

 Bestanden haben Vanessa Foltyn, Sabrina Müller (beide Rinteln), Anna Jerschow (Hameln), Madeleine Liepe, Hannah Möller, Larissa Müller, Stephanie Müller (alle Stadthagen), Tatjana Mokrezki (Bückeburg), Martin Neumann (Hespe) und Meik von Studsinske (Sachsenhagen). Die Durchschnittsnoten: zweimal „gut“, sechsmal „befriedigend“, zweimal „ausreichend“. Als beste Prüflinge wurden Sabrina Müller und Tatjana Mokrezki ausgezeichnet. Vier waren nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen worden.

 Einziger Wermutstropfen: „Die Verfassungsgerichtsbarkeit war Ihnen überhaupt nicht bekannt“, so Schraepler an die Adresse der zehn jungen Männer und Frauen. „Das hat mich erschüttert.“ Immerhin sitze in Bückeburg der niedersächsische Staatsgerichtshof mit neun Richtern, das Verfassungsgericht des Landes.

 Ihre Fachangestelltenbriefe bekamen die Rechtsanwalts- und Notarfachgestellten im altehrwürdigen Saal des Schwurgerichts, dem früheren Plenarsaal des Landtags von Schaumburg-Lippe. Genau dort tagt seit 1951 auch der Staatsgerichtshof.  ly

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