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Freizeitheim auf Norderney steht auf dem Prüfstand

Landkreis / Zuschüsse Freizeitheim auf Norderney steht auf dem Prüfstand

Ob der Landkreis Schaumburg sein Freitzeitheim auf Norderney langfristig weiter betreiben soll, wird von der Kreisverwaltung auf den Prüfstand gestellt. Hintergrund ist die Suche nach dauerhaften Sparmöglichkeiten im klammen Kreisetat. Über einen eventuellen Schließungsvorschlag müsste der Kreistag entscheiden.

Landkreis (ssr). Rund 80 000 Euro steckt der Landkreis jährlich als Zuschuss in sein Freizeitheim auf der Nordseeinsel. Im Grunde gilt die Einrichtung als gut ausgelastet. Die Bausubstanz ist nach den Worten der Kreisjugend-Dezernentin Katharina Augath aber alt und sehr sanierungsbedürftig. Das sich dem Rentenalter nähernde Betreiberehepaar, das in dem Heim auch einen Küchenbetrieb führt, ist beim Landkreis angestellt.

Genutzt wird das über 45 Betten verfügende Heim vorwiegend von Grundschulklassen aus Schaumburg und von Kindergruppen hiesiger Vereine. Im Jahr 2011 gab es dort 3000 Übernachtungen. Ganz auf diese Art Nutzung ist das Gebäude auch ausgerichtet. Es gibt zwei Leiter-Zimmer, einen Familienraum und ansonsten Zimmer mit vier bis sieben Betten. Die Länge der Betten ist auf Kinder zugeschnitten. „Für Grundschulgruppen ist das alles zwar ganz kuschelig, für anderweitige Nutzungen aber eher schwierig bis ausgeschlossen“, bewertete Augath das auf Anfrage dieser Zeitung.

„Alles in allem ist die rustikale Bausubstanz nicht mehr zeitgemäß“, schilderte Augath. Aber allein um diesen mäßigen Standard zu erhalten, wären in ansehbarer Zeit mindestens 270 000 Euro für die dringlichsten Renovierungsarbeiten aufzubringen.

Ein Umbau mit bedarfsgerechterem, für flexiblere Nutzungen geeignetem Zuschnitt der Zimmer und zeitgemäßer Ausstattung wäre, wenn es die Statik und das direkte Umfeld des Hauses überhaupt hergeben sollte, freilich ungleich teurer.
Ob einer der genannten Investitionsarten für die Zwecke des Landkreises langfristig sinnvoll und zukunftsträchtig wäre, soll in dem Prüfverfahren untersucht werden. „Tatsache ist, dass es auf den Inseln und entlang der Nordseeküste viele vergleichbare Einrichtungen gibt“, erläuterte Augath.

Nach Ankündigung der Jugenddezernentin will die Verwaltung noch im Laufe dieses Jahres einen Vorschlag machen. Wie der aussieht, wollte Augath derzeit aber noch völlig offen lassen.

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