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Frühere Palliativgruppe und Awo legen Streit bei

Landkreis / Vergleich Frühere Palliativgruppe und Awo legen Streit bei

Nach zweieinhalb Jahren haben der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und die Gruppe des ehemaligen Ambulanten Palliativberatungsdienstes (APD) ihren schwelenden Rechtsstreit durch einen Vergleich beigelegt.

Landkreis (ssr). In dem juristischen Verfahren ging es um Zuschüsse des Landes Niedersachsen in Höhe von 40.000 Euro. Der Konflikt sei nunmehr „im beiderseitig erklärten Interesse der Palliativversorgung einvernehmlich beendet worden“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Awo und früherer APD-Gruppe.

Gezahlt worden war das Fördergeld vor vier Jahren für den damaligen Palliativ-Stützpunkt Schaumburg, der bis zum Herbst 2008 von Awo und APD gemeinsam betrieben worden war. Dann hatten heftige interne Konflikte unter anderem um das Geld für das Auseinanderbrechen dieser Kooperation gesorgt.

Die ehemaligen APD-Aktivisten unter Leitung des Mediziners Friedhelm Henze hatten Klage gegen die Awo eingereicht „vor dem Hintergrund vermeintlich zweckwidriger Verwendung von Fördermitteln des Landes durch die Awo“, wie es in der gemeinsamen Verlautbarung heißt. Diese Klage hatte das Landgericht Bückeburg abgewiesen. Daraufhin hatte die APD-Gruppe Berufung vor dem Oberlandesgericht Celle eingelegt. Diese ist nunmehr zurückgenommen worden.

Teil des Vergleichs ist die Übertragung der von der Awo auf einem eigens eingerichteten Palliativspendenkonto vereinnahmten Spenden von 5100 Euro an die frühere APD-Gruppe. Dieser Punkt war freilich „nicht Gegenstand des zwischen den Parteien geführten Rechtsstreits“, wie es in der Erklärung ausdrücklich heißt.
Nach Auskunft von Henze ist dieser Vergleich von der Ex-APD-Gruppe vorgeschlagen worden. Die Awo sei darauf eingegangen, „weil wir uns endlich wieder voll und ganz der Sache der Palliativarbeit widmen wollen“, wie Kreisvorsitzender Ernst Kastning sagte.

Seit eineinhalb Jahren besteht das „Hospiz- und Palliativnetzwerk Schaumburg e.V.“. Diesem Verein unter Vorsitz von Ina Coletti gehören nach Auskunft von dessen Kassiererin, der Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske, 20 Mitglieder an, vor allem Einrichtungen wie ambulante Pflegedienste, Seniorenzentren, aber auch Privatpersonen.

Daneben existiert in neuer Form der „Ambulante Palliativberatungsdienst e.V.“ unter Vorsitz von Friedhelm Henze mit Sitz in der Stadthäger Echternstraße.

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