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Frühere Soldatenhäuser für Flüchtlinge

Bund will Landkreis Immobilien überlassen Frühere Soldatenhäuser für Flüchtlinge

Für die Unterbringung von Flüchtlingen will der Landkreis frühere Wohnhäuser britischer Soldaten in Bückeburg und Rinteln anmieten.

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Quelle: pr.

Von Stefan Rothe

Landkreis. Entsprechende Vertragsabschlüsse seien „sehr konkret in Sicht“, bestätigte der Sozialdezernent der Kreisverwaltung, Klaus Heimann, auf Anfrage.

Vertragspartner ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), die Gebäude verwaltet, die dem Bund gehören. Dieser hat die ehemaligen Soldatenunterkünfte vor geraumer Zeit gekauft. Die seit Längerem leer stehenden Häuser werden dem Landkreis laut Heimann zum ausschließlichen Zweck der Flüchtlingsunterbringung ohne Mietzins überlassen. Auf diesem Wege übernimmt der Bund gleichsam indirekt einen Teil der Kosten für diese eigentlich der kommunalen Ebene zufallenden Aufgabe. „Freilich müssen wir die Versicherungen und die Bauunterhaltung übernehmen“, ergänzte Heimann.

Nach Angaben des Dezernenten handelt es sich in Bückeburg um zwei Doppelhäuser an der Königsberger Straße (Hausnummern 1a und 1b sowie 2a und 2b) mit insgesamt acht Wohnungen für etwa 32 Personen. In Rinteln ist es ein Doppelhaus an der Waldkaterallee (Hausnummern 20 und 21) mit vier Wohnungen für um die 16 Flüchtlinge. In allen Fällen handelt es sich laut Heimann um „solide, robuste, gut geschnittene Wohnungen mit drei Zimmern, Küche und Bad“.

Die BIMA könnte in Bückeburg und Rinteln insgesamt bis zu 44 Wohnhäuser zur Verfügung stellen, berichtete Heimann. In welchem Umfang man darauf zurückgreifen werde, sei aber noch völlig offen. „Das wird mit Augenmaß und in enger Abstimmung mit den Städten geschehen“, betonte Heimann mit Nachdruck: „Wir wollen keine ganzen Straßenzüge anmieten.“ Denn: „Unser Ziel ist eine einigermaßen gleiche Verteilung der Flüchtlinge im Landkreis.“

Auch in eine größere kreiseigene Immobilie werden in Kürze Flüchtlinge einziehen können. Die Umbauarbeiten in der früheren Pestalozzischule in Rinteln stehen kurz vor dem Abschluss. Diese für bis zu 40 Personen geeignete Gemeinschaftsunterkunft wird Heimann zufolge schon Anfang Januar zur Verfügung stehen. Wie berichtet strebt die Kreisverwaltung für die Gemeinschaftsunterkünfte nur eine befristete Einquartierung von Flüchtlingen an. Nach wenigen Monaten sollen sie gemäß dem Prinzip der dezentralen Unterbringung („Leverkusener Modell“) möglichst in einzelne Wohnungen umziehen. Heimann ergänzte, dass die Flüchtlings-Sozialarbeit angesichts der steigenden Anzahl von Betroffenen ausgeweitet wird.

Die eingangs genannten insgesamt zwölf Wohnungen in Bückeburg und Rinteln und das Pestalozzi-Gebäude „helfen uns erstmal weiter“, so Heimann. Die Kreisverwaltung sei aber weiter auf der Suche nach Wohnungen: „Glücklicherweise werden uns immer wieder mal von Privatleuten welche gemeldet.“ Das passiere sogar etwas häufiger als noch vor einiger Zeit, fügte der Dezernent hinzu. Aber: „Der dringende Bedarf bleibt angesichts der zu erwartenden Zahl an Flüchtlingen weiter bestehen.“

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