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Fünf Prozent Dividende für die Mitglieder

Volksbank Hameln-Stadthagen Fünf Prozent Dividende für die Mitglieder

Trotz des derzeit immer noch niedrigen Zinsniveaus konnte die Volksbank Hameln-Stadthagen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurückblicken. Die Bank schüttet ihren Mitgliedern eine Dividende von fünf Prozent aus.

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Vorstandsvorsitzender Michael Joop blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2016 für die Volksbank Hameln-Stadthagen zurück.

Quelle: rg

Hameln/Landkreis. Trotz Brexit, der Euro-Krise, den Umwälzungen in der Türkei und der Wahl Trumps zum US-Präsidenten habe sich der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland 2016 fortgesetzt, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Joop am Dienstagabend bei der Vertreterversammlung der Volksbank Hameln-Stadthagen.

Wesentlich für eine Bank sei jedoch die Zinsentwicklung, so Joop, der die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) scharf angriff.

 Denn das derzeitige niedrige Zinsniveau sei „für uns Banken Gift“ und auch für die Altersversorger und Sparer könne es nur als „verheerend“ bezeichnet werden. Denn sie verlören unter Berücksichtigung einer Inflation real Geld: „Die Wertevernichtung ist dramatisch.“ 75 Milliarden Euro verliere das Geld-Vermögen der Bundesbürger bei einer Inflationsrate von 1,5 Prozent an Wert.

 Obwohl das Zinsergebnis um 2,3 Millionen Euro auf 31,5 Millionen Euro zurückging, konnte die Genossenschaftsbank ihren Jahresüberschuss aufgrund eines gestiegenen Provisionsüberschusses von 2,822 auf 2,875 Millionen Euro steigern. Dennoch sind das 644.000 Euro weniger als im Jahr 2014. Die Dividende für die gut 43.700 Genossenschaftsmitglieder beläuft sich auf fünf Prozent, insgesamt 728.381 Euro.

 Das Zinsniveau und die „übertriebene Regulatorik“ des Gesetzgebers werde die Volksbank auch in diesem Jahr vor große Herausforderungen stellen, ist Joop überzeugt. Dies sei der Grund gewesen, warum die Volksbank Bad Münder im vergangenen Jahr die Fusion mit der Volksbank Hameln-Stadthagen angeregt hatte. Denn die traditionell hohen Kundeneinlagen – diese nahmen um 41,2 Millionen Euro auf 583,9 Millionen Euro zu – „werden auch in Zukunft als Ertragsquelle ausgeschaltet sein“. Ein Schwerpunkt werde somit weiterhin auf dem Kreditgeschäft Firmen-, Gewerbe- und Privatkunden liegen. „Der wichtigste Treiber des gesamtwirtschaftlichen Wachstums war 2016 wiederum im privaten Verbrauch zu sehen“, so Joop. Auch das Bauhauptgewerbe habe seine Rekordjagd fortgesetzt. Dass es auch den heimischen Unternehmen gut gehe, könne die Volksbank auch an den rückläufigen Inanspruchnahmen von Betriebsmittelkrediten erkennen. Die Kreditaufnahme stieg laut Vorstandsmitglied Nils Bradtmöller dennoch um 4,9 Prozent auf 196,5 Millionen Euro. Das Gesamt-Kundenkreditvolumen wuchs um 31,3 Millionen Euro auf 743,9 Millionen Euro.

15 Millionen Euro Gewinn

Mangelnde Anlagenalternativen hielten die Nachfrage nach Immobilien-Finanzierungen auf einem hohen Niveau. Auch die Volksbank werde „in begrenztem Umfang in Ballungsgebieten und größeren Städten in Immobilien investieren“, so Joop. Aber auch im Bereich der Altersvorsorge gebe es mit Aussicht auf weiter sinkende gesetzliche Renten großen Bedarf bei den Kunden. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld liege im Vererben.

 Der Gewinn belief sich laut Bradtmöller vor Steuern auf 15,108 Millionen Euro: „Damit haben wir im vergangenen Jahr ein zufriedenes Ergebnis erwirtschaftet und sind dadurch wiederum in der Lage, unser Eigenkapital weiter zu dotieren.“ Zur Stärkung des Eigenkapitals werde dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 6,9 Millionen Euro zugeführt. Damit und nach der Steuerzahlung von 4,55 Millionen Euro weist die Bank einen Bilanzgewinn von 2,882 Millionen Euro aus.

 Für die Zukunft werde das Thema Digitalisierung einen hohen Stellenwert einnehmen, so Joop. Kunden erwarteten heute, ihre Bankgeschäfte „einfach, jederzeit und überall“ erledigen zu können. Doch dieser Trend fordere nicht nur Veränderungsbereitschaft, sondern koste auch „viel Geld“. col

 Auf der Vertreterversammlung sind Michael Knoche, Markus Baukmeier und Hans-Harn Damke als Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt worden. col

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