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Für eine Welt mit mehr Zivilcourage

Landkreis / Hilfsprojekte Für eine Welt mit mehr Zivilcourage

Vertreter von Hilfsprojekten im Landkreis Schaumburg, die sich für mehr Zivilcourage im Alltag einsetzen, haben sich am Donnerstagnachmittag im Kreishaus getroffen, um sich gegenseitig auf den neuesten Stand ihrer Projekte zu bringen. Um zukünftig besser zusammenzuarbeiten, soll die Koordination untereinander intensiviert werden.

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Setzen sich für mehr Zivilcourage ein: Vertreter von Hilfsprojekten im Landkreis tauschen ihre Erfahrungen aus.

Quelle: par

Landkreis (par). „Einige sind bereits fest etabliert, andere gibt es erst seit kurzer Zeit. Uns lag sehr viel daran, die Akteure an einen Tisch zu bekommen“, erklärte Katharina Augath, Jugenddezernentin des Landkreises. Auch Jugendamtsleiter Rolf May betonte, dass mehr generationsübergreifende Zivilcourage das erklärte Ziel sei – der Einsatz der Institutionen vor Ort trage dazu bei, dieses zu erreichen. „Wir hoffen natürlich, dass weitere Vereine und Gruppen folgen werden, die sich ebenfalls dem Thema annehmen“, so sein eindringlicher Wunsch, den die Teilnehmer des Treffens teilten.

Die Stadthäger Polizei beteiligt sich seit vergangenem Jahr an dem Projekt „Zivilcourage hat viel Gesichter – Zeig deins“. „Wir versuchen, die Menschen aufzuklären und geben ihnen Tipps an die Hand, wie man sich in bestimmten Situationen richtig verhält“, erklärte Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizei Stadthagen. Auch das Stadtmarketing Stadthagen kümmert sich um derartige Belange.

Gudrun Raupach stellte der Runde das Projekt „Bückeburg hilft“ vor, das vom lokalen Bündnis für Familie ins Leben gerufen worden ist und sich für mehr Hilfsbereitschaft in der Stadt einsetzt. In mehr als 150 Geschäften und Institutionen klebt ein gelber Button sichtbar am Fenster, der signalisiert, dass man hier Hilfe bekommt. „Egal, ob ein Glas Wasser oder die zur Verfügung gestellte Toilette – der Button soll die Hemmschwelle abbauen“, erklärte Raupach.

Das Thema Gewaltprävention steht im Mittelpunkt des Projekts „Wir helfen“ vom Präventionsrat „Stadthagen WIR+“, der seit 1998 existiert. Um insbesondere Kindern und Jugendlichen, die sich in einer Notsituation befinden, eine Anlaufstelle zu gewährleisten, wurden Geschäfte mit Notfallzetteln ausgestattet.

In Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Kinderschutzbund und dem Präventionsrat hat sich in Rinteln seit 2010 einiges bewegt. Das Motto „Zeig Zivilcourage“ wurde bereits in viele unterschiedliche Aktionen verpackt. „Auf dem Marktplatz haben wir Aufklärungsarbeit betrieben, indem Jugendliche eine bedrohliche Szene gestellt haben. Danach haben wir die Situation mit den Passanten besprochen, die entweder eingegriffen oder weggeschaut haben“, sagte Mareen Fennert. Auch 40 000 Brötchentüten mit wichtigen Hinweisen sind an Bäckereien verteilt worden.

In Lindhorst sind die Projektbeteiligten noch entfernt von derartigen Dimensionen, leisten aber engagiert ihre Aufklärungsarbeit. Auch hier sind Geschäfte und Praxen als Anlaufstelle für Fragen gekennzeichnet.

Couragiertes Auftreten müsste zur Selbstverständlichkeit werden – darin waren sich alle Teilnehmer des Treffens einig. Zukünftige Aktionen sollen unter dem gemeinsamen Motto „Wir helfen“ besser koordiniert und abgestimmt werden. „Wir wollen an einem Strang ziehen, um dazu beizutragen, dass sich noch mehr Nachahmer finden“, sagte Gudrun Raupach stellvertretend für die Gruppe.

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