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Fury kommt mit der Lässigkeit des Alters

Interview Fury kommt mit der Lässigkeit des Alters

Über vier Millionen Alben und mehr als 1000 Konzerte: Die Band Fury in the Slaughterhouse ist ein Dino in der Musikbranche. Nach langer Pause kommen die Künstler aus Hannover wieder auf Tour. Warum sie am Anfang ihrer Karriere als Marktschreier aktiv waren, erläutern die Musiker im SN-Interview.

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Fury in the Slaughterhouse treten am 16. September im Hamelner Weserberglandstadion auf.

Quelle: pr.

Landkreis. 30 Jahre Fury: Was ist rückblickend besonders in Erinnerung geblieben?

Die erste Maxi, die wir zusammen mit einer Banane auf dem Flohmarkt in Hannover für einen Zehner verkauft haben. Wie die Marktschreier.

Gibt es etwas, was Sie jetzt im Nachhinein als Band anders gemacht hätten?

Es gab da so einige Management- und Booking-Agentur-Ausflüge, die man sich hätte schenken können. Ansonsten hätten wir durchaus noch Schlimmeres anstellen können, als wir haben.

Was haben Sie eigentlich zwischen den Jahren 2008 bis 2016 vor Ihrem Mini-Comeback gemacht?

 Jeder so seinen Kram. Ich (Kai Wingenfelder, Anm. d. Red.) habe für eine Riesen-Reederei eine Medien-Abteilung aufgebaut und geleitet. Und dann ab 2010 mit meinem Bruder Wingenfelder ins Leben gerufen. Wir haben bis jetzt drei Studioalben veröffentlicht, die alle in die Top-30 gechartet sind. Christof hat genauso viele Platten mit seinen Wohnraumhelden gemacht und spielt sonst mit Zöller, Final Step und einmal im Monat beim Staatstheater. Christian hat ein eigenes Studio und produziert viel, außerdem spielt er Bass bei Marquess und im Staatstheater Hannover. Rainer hat mehrere Projekte am Start und hat mit Kürsche gespielt, sowie Gero, auch wenn er nicht auf Reisen war.

 Nach 30 Jahren Ihr Mini-Comeback. Gibt es dann nach 40 Jahren das Mega-Comeback mit neuem Album?

Ich glaube nicht. Es kann aber sein, dass wir in fünf Jahren wieder eine Show spielen wie 2013.

Sie haben für Ihre damalige Trennung als einen Grund angegeben, dass Sie musikalisch auseinandergedriftet sind. Wie haben Sie das mit den sechs neuen Liedern auf dem Best-of-Album hinbekommen? Lief da alles reibungslos?

 Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Hat höchstwahrscheinlich was mit der Lässigkeit des Alters zu tun. Aber sicher auch damit, dass die Entscheidung, sich damals zu trennen, eine der besten unserer Karriere war. Sonst hätten wir die Chance verspielt, das jetzt so tun zu können.

Was hat sich im Gegensatz zu Ihren damaligen Konzerten geändert? Brauchen Sie längere Regenerationsphasen zwischen den Auftritten?

 Rollstühle und Krankenschwestern mit netten Häubchen und roten Kreuzen drauf und natürlich Sauerstoff hinter der Bühne. Nein, nichts dergleichen. Wir haben jede Menge Spaß und haben unseren Techniker mit dabei, der unsere Videowall immer live programmiert, was wahnsinnig cool ist.

Was ist eigentlich mit Ihren Fans? Sind die mit Ihnen gewachsen oder entdecken Sie unter dem Publikum auch neue Gesichter?

Beides, was sehr schön ist. Und es hat sich insgesamt verjüngt.

In Hameln ist Ihr letztes Konzert der Summer-Open-Air-Tour. Was fangen Sie mit dem Rest des Jahres an?

Oh, wir spielen noch eine Akustik-Tour ab Ende Oktober bis Mitte November und noch einige TV- und Radioshows, bis am 31. Dezember alles vorbei ist. Mein Bruder und ich schreiben und recorden ein neues Wingenfelder-Album, was nächstes Jahr erscheinen wird.

Die Schaumburger Nachrichten erscheinen ja im idyllischen Landkreis Schaumburg. Was verbinden Sie mit Schaumburg?

Ich hab Freunde in Bückeburg und wir hatten da mal einen legendären TV-Auftritt in der Lieblings-Sendung meiner Mutter. Was eigentlich alles sagt.

Interview: Enrico Lang

 

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