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„Geltungssucht bestimmt sein Handeln“

Trump ist Thema bei der SDAG „Geltungssucht bestimmt sein Handeln“

„Wir bauen Brücken von Kontinent zu Kontinent, von Mensch zu Mensch“ – lautet das Ziel der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG). Der neue amerikanische Präsident Donald Trump scheint diese nun einreißen zu wollen, zumindest machen seine Einreiseverbote und der geplante Mauerbau zu Mexiko diesen Anschein.

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CDU-Bundestagsabgeordneter Jürgen Hardt referiert im Kreishaus.

Quelle: col

Landkreis. Deswegen stellen sich die Mitglieder der Gesellschaft die Frage, was nach dem Präsidentenwechsel auf Deutschland zukommt. Für den Vorsitzenden Jürgen Watermann hat mit Trump eine „neue Zeitrechnung“ begonnen: „Nicht Diplomatie, sondern Geltungssucht bestimmt sein Handeln. Wird das so weitergehen. Was meinen Sie, Herr Hardt?“

„Globalisierung mit aller Brutalität“

Die Frage richtete sich an Jürgen Hardt (CDU), Koordinator der Bundesregierung für die transatlantischen Beziehungen im Auswärtigen Amt, der im Kreishaus einen Einblick aus seinem Berufsalltag gab. Und der, wie er selbst zugibt, nie mit der Wahl Trumps gerechnet hätte. Diese sei jedoch das Resultat einer Spaltung des Landes. „Die USA haben die Globalisierung mit aller Brutalität erfahren“, sagt der 53-Jährige. Die positiven Auswirkungen seien nur ungleichmäßig übers Land verteilt, weite Teile des mittleren Amerikas fühlten sich als Verlierer, seien frustriert – und erhofften sich Rettung von Trump. Aber auch das Mehrheitswahlsystem sieht Hardt kritisch.

Allerdings hätten die vergangenen Wochen gezeigt, dass das System funktioniere – und es schaffe, Trump Einhalt zu gebieten. Als etwa Ende Januar der Präsident das Einwanderungsdekret unterzeichnete, „und die Volksseele in Amerika hochkochte“, wurde es von einem Gericht gestoppt. „Zuvor hatte der Heimatschutzminister bereits Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft die Einreise zugesichert.“

„Die einzige Kraft, die bisher nicht sichtbar geworden ist, ist der Kongress“, sagt Hardt, der die Hoffnung jedoch nicht aufgegeben hat: „Ich gehe davon aus, dass der Kongress seiner Verantwortung gerecht wird.“ col

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