Landkreis (jcp). Rund zwei Wochen lang werden die in Frage stehenden 306 Quadratmeter hinter dem Hauptgebäude des Kreishauses zunächst „eingerichtet“, wie es im Baubranchenjargon heißt.
Diese einleitende Phase zieht sich nach Angaben von Fritz Klebe, Baudezernent des Landkreises, ungewöhnlich lang dahin. Grund: In der Nähe des geplanten Bau-Areals befindet sich unterirdisch ein alter Ölkessel, der zwar nicht mehr genutzt wird – das Kreistagsgebäude wird längst mit Gas geheizt – der sich aber aufgrund seiner Position und Masse nur sehr aufwendig entfernen ließe. Der Neubau müsse sich deshalb in der „richtigen“ Entfernung sowohl zum unterirdisch liegenden Kessel als auch dem Kreishaus befinden, um spätere Statik-, also Stabilitätsprobleme zu vermeiden. Ungenaue Planung könnte sonst früh zu Rissen im Mauerwerk führen.
Bei der Rettungsleitstelle handelt es sich laut Klebe um ein eingeschossiges Gebäude, dessen Realisierung insgesamt etwa 3,1 Millionen Euro kostet. Allerdings geht nur knapp die Hälfte des Geldes in den eigentlichen Bau – den Rest verschlingt die komplizierte Technik, die bei planmäßigem Verlauf der Bauarbeiten Klebe zufolge etwa ab Juni eingerichtet werden soll.
Die neue Leitstelle wird Klebe zufolge Platz für fünf und im Bedarfsfall auch einen sechsten Mitarbeiter haben. Sie wird mit dem Trakt zwischen Haupt- und Nebengebäude des Kreistages verbunden. Bevor die Rettungsleitstellen im kommenden Jahr tatsächlich vollständig zusammenziehen, muss zunächst die Technik aus dem Teil des Kreistages entfernt werden, der bis dato noch die Rettungsleitstelle beherbergt. Über die zukünftige Nutzung des Raumes hat die Verwaltung noch nicht entschieden. „Einen Seminarraum“ könnte man sich Klebe zufolge vorstellen. Für den Dezember ist derzeit ein Probebetrieb der neuen Leitstelle geplant.
Mit einem „Fix und Fertig“, einer Aufnahme der gemeinsamen Arbeit von Schaumburg aus, rechnet Klebe für den März 2013.
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