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Gesamtklinikum: Alles nach Plan

Innenausbau läuft auf Hochtouren Gesamtklinikum: Alles nach Plan

In nicht einmal einem Jahr soll das neue Gesamtklinikum Schaumburg seinen Betrieb aufgenommen haben. Derzeit herrscht auf der Baustelle in Vehlen Hochbetrieb. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass der Termin eingehalten werden kann.

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Die Verantwortlichen sind zuversichtlich was den Bau des neuen Klinikums angeht. 

Quelle: rg

Landkreis. „Es ist alles im Zeitplan“, sagt Achim Rogge, Sprecher der Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft (KPG).Auch hinsichtlich des Budgets ist Rogge zuversichtlich, den vorgegebenen Rahmen einhalten zu können. Immerhin 130 Millionen Euro soll der Bau mit seinen mehr als 436 Krankenbetten kosten. „Es ist momentan alles im Plan“, versichert der Geschäftsführer.

95 Millionen Euro investiert das Land Niedersachsen, 35 der Gesundheitskonzern Agaplesion, der 52 Prozent an der KPG hält.Momentan laufe der Innenausbau der drei Kuben, sagt der Technische Leiter Dirk Hahne. Während auf einigen Etagen bereits die Wände mit den Versorgungsleitungen komplett aufgebaut sind, müssen in anderen Teilen noch Unterkonstruktionen, Beplankungen und Leitungen hergestellt werden. „In einigen Geschossen haben wir auch schon die Dämmung und den Estrich verlegt“, ergänzt Hahne.

Insgesamt 1000 Kilometer Kabel, rund 100 Kilometer Rohre und 80 Kilometer Lüftungsleitungen müssen verlegt werden.Für die letzte Januarwoche rechnen die Verantwortlichen mit der Lieferung der 30 Lüftungsanlagen. Allein 14 davon sind für den Nordkubus vorgesehen: Jeder der neun Operationssäle soll eine eigene Lüftungsanlage erhalten. Die Heizung wird dem Zeitplan zufolge Mitte Februar auf der Baustelle eintreffen, zwei Wochen später die beiden Blockheizkraftwerke.

Im Juli werden die einzelnen Anlagen des Klinikums hochgefahren und eingemessen, blicken Hahne und Rogge voraus. „So muss zum Beispiel gewährleistet sein, dass in den OPs Überdruck herrscht. Dadurch soll verhindert werden, dass Keime angesaugt werden“, erklärt Rogge. Auf den Probelauf schließen sich dann eine Begutachtung durch eine unabhängige Stelle und – bei positivem Ergebnis – die Freigabe durch das Gesundheitsamt an.Zwischen Weihnachten und Neujahr sollen dann die Patienten in den Neubau verlegt werden. Am genauen Ablauf feile die KPG indessen noch, zumal der Umzug an die Generalabnahme gekoppelt sei, hebt Rogge hervor.

Die meisten der beteiligten Unternehmen kommen nicht aus dem Landkreis. Das hänge unter anderem mit den speziellen hygienischen Anforderungen zusammen, sagt Hahne. Diese können nur wenige Betriebe erfüllen.„Der Umzug hat für uns bereits begonnen“, ergänzt Rogge. So seien in den vergangenen Monaten beispielsweise einzelne Abteilungen, die im Rintelner Krankenhaus untergebracht waren, nach Stadthagen verlegt worden. „Ärzte und Pfleger sollen sich schon vor dem Umzug ins Gesamtklinikum kennenlernen“, begründet der Geschäftsführer diesen Schritt. Seit Mitte 2015 gibt es auch ein Betriebsorganisationskonzept.Darüber hinaus seien Arbeitsgruppen gebildet worden. Diese sollen ein Handbuch für den Arbeitsalltag erarbeiten. „In Vehlen wird das Handbuch dann an die einzelnen Arbeitsplätze angepasst.“  bes

Zwischen Konkurrenz und Kooperation

Wenige Kilometer liegen zwischen dem geplanten Gesamtklinikum Schaumburg und dem Johannes-Wesling-Klinikum in Minden. Das Krankenhaus in Minden ist mit seinen 865 Betten das Flaggschiff des kommunalen Unternehmens. Für Achim Rogge als Sprecher der Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft (KPG) ist diese Konkurrenzsituation kein Problem, ebenso wenig wir für Olaf Bornemeier, Vorstandsvorsitzender der Mühlenkreiskliniken. Die beiden Verantwortlichen sprechen in diesem Zusammenhang davon, dass Konkurrenz die Betreffenden anhalte, aktiv und innovativ zu sein. „Beide Geschäftsführungen sind im Austausch über zukünftige Kooperationen“, ergänzt Nina Bernard, Pressesprecherin der KPG. Im Februar sollen erste Gespräche stattfinden. Denkbar sei eine Kooperation in den Bereichen Labor, Pathologie und Apotheke. „Auch im medizinischen Bereich gibt es durchaus weitere Möglichkeiten“, so Rogge. bes

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