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Gesetz nimmt Hundehalter an die Leine

Landkreis / Hundeführerschein Gesetz nimmt Hundehalter an die Leine

Mit dem 1. Juli 2011 hat für alle Hundehalter in Niedersachsen eine neue Zeitrechnung begonnen. Ab Juli 2013 müssen Hundebesitzer in Niedersachsen einen Sachkunde-Nachweis, den sogenannten Hundeführerschein, vorlegen.

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Wer bis zum 1. Juli dieses Jahres seinen Hund ordnungsgemäß angemeldet hat, der muss keinen Hundeführerschein machen.

Quelle: Archiv

Landkreis (par). Er wird durch eine Prüfung erworben, die anerkannte Vereine, Hundeschulen und Hundetrainer abnehmen. Ausgenommen von der Regelung sind Jäger und Tierärzte. Wer schon mindestens zwei Jahre einen Hund gehalten hat und das über die Hundesteuer nachweisen kann, ist ebenfalls von der Regelung befreit.

„Klar, dass viele, die ihren Hund bislang noch nicht angemeldet hatten, dies bis zum 1. Juli nachgeholt haben, damit sie den Schein nicht brauchen“, erklärt Marc Holtmann von der Hundeschule an der Lieth in Obernkirchen. Er selbst will den Sachkunde-Nachweis auf jeden Fall im kommenden Jahr erwerben, um die Ausbildung für Hundeführer anbieten zu können. „Die Anforderungen wurden aus Schleswig-Holstein übernommen – dort sind sie sehr anspruchsvoll.“ Schon jetzt laufen bei ihm Anfragen von Hundehaltern ein, die sich über den Hundeführerschein informieren.

Cornelia Lefeber, Hundetrainerin aus Lindhorst, ist mit der neuen Gesetzgebung nicht ganz einverstanden. „Wer jahrelang einen kleinen Dackel hatte und sich dann überlegt, sich einen Dobermann zuzulegen, der bräuchte bekanntlich keinen Hundeführerschein“, beklagt sie. „Das kann doch nicht sein.“ Die unterschiedlichen Rassen und Größen der Hunde seien unberücksichtigt. Sie berichtet, dass es schon diverse Anfragen in den vergangenen Tagen und Wochen gegeben hat. „Was viele nicht wissen, ist, dass dieses Gesetz ja nur die Neubesitzer betrifft.“ Insgesamt erachtet sie eine verbindliche Schulung als äußerst sinnvoll, damit Hundebesitzer die Zeichen und Signale ihres Vierbeiners deuten und verstehen können. „Ich hoffe, dass die Verabschiedung kein Schnellschuss war, so wie damals beim Kampfhundegesetz.“

Klaus Krause, Inhaber einer mobilen Hundeschule in Stadthagen, hat bislang noch keine Anfragen erhalten, die sich um den Hundeführerschein drehen. „Der wurde ja jetzt gerade beschlossen. Pflicht wird er dann im Juli 2013.“ Er vergleicht die Ausbildung für den Erwerb des Hundeführerscheins mit den Anforderungen der Begleithundeprüfung.
Seit dem 1. Juli sind zudem weitere Neuerungen in Kraft getreten, die für Hundehalter in Schaumburg interessant sind. Alle Besitzer müssen beispielsweise den Abschluss einer Hunde-Haftpflichtversicherung nachweisen. Sie soll sicherstellen, dass Opfer von Beißattacken künftig nicht mehr auf ihren Kosten sitzen bleiben. Zudem müssen die Vierbeiner gechippt werden – dieser Chip enthält Informationen über den jeweiligen Halter.

Seit Beginn dieses Monats sollen Fachbehörden zudem die Gefährlichkeit von Hunden beurteilen. Als gefährlich eingeschätzte Tiere dürfen nur nach Erlaubnis und unter strengen Auflagen gehalten werden. Für sie gilt genereller Maulkorb- und Leinenzwang. Psychisch erkrankte und drogenabhängige Menschen dürfen in Niedersachsen keine gefährlichen Hunde halten.

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