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Gewerkschaftsvertreter sieht Gläubiger und Besitzer in der Pflicht

Neschen-Insolvenz: Arbeitnehmer haben es kommen sehen Gewerkschaftsvertreter sieht Gläubiger und Besitzer in der Pflicht

Die Insolvenz der Neschen AG ist für die Arbeitnehmer offenbar keine Überraschung gewesen.

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Nach Aussage des Arbeitnehmervertreters ist die Belegschaft bereit, ihren Teil zur Rettung der angeschlagenen Neschen AG beizutragen.

Quelle: Archiv

Bückeburg. Nach Angaben von Jörg Kunkel von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) habe einiges im Verhalten des Vorstandes auf einen solchen Schritt hingedeutet. So haben die Arbeitnehmervertreter auf einer Insolvenzschutzklausel in den laufenden Tarifverhandlungen bestanden, die Konzernführung sei gegen einen solchen Passus gewesen.

Auch das Auftreten der Verantwortlichen bei der Betriebsversammlung passe in dieses Bild, so Kunkel. Die jüngste Versammlung hat es nach Aussage des Gewerkschafters am Montag gegeben.

„Die Probleme des Unternehmens sind seit Längerem bekannt“, sagt Kunkel und verweist auf die Verbindlichkeiten. Unterm Strich drücken die Neschen AG mehr als 44 Millionen Euro, ergänzt der Stellvertretende Leiter der IG BCE für den Bezirk Hannover. Seit Jahren habe die Führung nach einer Lösung gesucht, um sich von dieser Last zu befreien, jedoch ohne Erfolg.

Nach Aussage des Arbeitnehmervertreters ist die Belegschaft bereit, ihren Teil zur Rettung der angeschlagenen Neschen AG beizutragen. Eine Möglichkeit sei, den bisherigen Tarifvertrag mit einer leichten Lohnsteigerung zu verlängern, so Kunkel, ohne jedoch auf das Niveau des Flächentarifvertrags zurückzukehren.

Vor einigen Jahren hatten sich die Neschen-Führung und die Arbeitnehmervertreter auf eine Einkommensabsenkung geeinigt. Diese Absprache war Teil des vor drei Jahren eingeleiteten Sanierungskonzeptes. Der angeschlagene Folienspezialist sollte so wieder in ruhigere Bahnen gelenkt werden.

Wenn die Belegschaft auf einen Teil ihres Lohns verzichte, müssen allerdings auch die Gläubiger und Besitzer ihren Teil zum Gelingen einer Rettung beitragen, fordert der Gewerkschafter. Die Chancen für eine solche schätzt Kunkel als gut ein.

„Für mich war dieser Schritt nicht vorhersehbar“, sagt Martin Wrede. Angesichts der jüngsten positiven Entwicklung im operativen Geschäft sei ein solcher Schritt nicht zu erwarten gewesen, ergänzt der Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Stadthagen. Laut Wrede hätten die jüngst vorgelegten Zahlen darauf hingedeutet, dass das 2012 eingeleitete Restrukturierungsprogramm gegriffen habe.

„Hoffentlich gelingt die Sanierung“, so Wrede weiter. bes

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