Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Gewitter im Kopf

3. Gesundheitsforums beschäftigt sich mit Kopfschmerzen Gewitter im Kopf

Beim dritten Gesundheitsforum Schaumburg haben die Besucher diesmal umfassende Informationen zum Thema Kopfschmerz bekommen.

Voriger Artikel
Verkehrsmeldungen für Donnerstag, 18. Aug
Nächster Artikel
Verkehrsmeldungen für Freitag, 19. August

Die Experten stellen sich den Fragen der Zuhörer, vorn links SN-Chefredakteur Marc Fügmann, der die Veranstaltung moderiert hat.

Quelle: hga

BÜCKEBURG. Fünf Experten referierten im Alten Forsthaus über diese „Volkskrankheit“ (SN berichteten).

„Ein großes Thema“, machte Dr. Peter Lüdemann zu Beginn seines Vortrags deutlich. Der Neurologie-Chefarzt am Klinikum Schaumburg unterteilte die Arten des sogenannten primären Kopfschmerzes in Migräne, Spannungskopfschmerz und Clusterkopfschmerz. Er ging auch auf jenen Kopfschmerz ein, der von anderen Krankheiten verursacht wird. Über die dritte Kategorie, zu der etwa Gesichtsneuralgien gehören, wisse man noch recht wenig, räumte Lüdemann ein.

Im weiteren Verlauf des Abends ging es um Diagnose, Therapie und Vorbeugemaßnahmen. Die Medikation nahm im Vortrag des Schmerztherapeuten Dr. Hubertus Finsterwalder breiten Raum ein. Der Anästhesie-Chefarzt zeigte sich erschrocken darüber, dass viele Patienten mit Kopfschmerzen nie einen Arzt aufsuchen. Die Betroffenen dokterten stattdessen oft selbst herum, „darum ist die Dunkelziffer enorm hoch“, meinte Finsterwalder.

Die niedergelassene Neurologin Dr. Anita Rupprecht konzentrierte sich in ihrem Beitrag auf Migräne. Viele ihrer Patienten beschrieben dies als „Gewitter im Kopf“. Schlaf sei häufig das beste Mittel, um Migräne-Attacken zu überstehen. Im Bereich der Diagnostik seien jüngst neue Erkenntnisse über genetische Ursachen gewonnen worden, so Rupprecht.

„Frauen leiden häufiger unter Kopfschmerzen als Männer“

Gynäkologie-Chefarzt Dr. Momme Arfsten begann seinen Vortrag mit einer Feststellung: „Frauen leiden häufiger unter Kopfschmerzen als Männer.“ Arfsten verdeutlichte, dass oft ein Zusammenhang mit der Einnahme der Pille bestehe. Auch Schwangerschaften und Wechseljahre könnten Einfluss haben.

Physiotherapeut Florian Volkmann zeigte verschiedene nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeiten auf, zu denen beispielsweise Massagen gehörten. Präventiv seien aber auch Ausdauersportarten unbedingt zu empfehlen.

Im Anschluss an die Impulsvorträge hatten die Zuhörer Gelegenheit zu Nachfragen. Hormone, Ernährung und Medikamentenverträglichkeit waren dabei einige der zur Sprache gekommenen Aspekte. Mit einer praktischen Übung wurden die Besucher verabschiedet. Physiotherapeut Volkmann zeigte ihnen, wie sie nach mehr als zwei Stunden des Sitzens ihre Nackenmuskulatur entspannen können.

Das Gesundheitsforum ist eine Kooperationsveranstaltung des Agaplesion Klinikum Schaumburg, der Schaumburger Nachrichten und des Schaumburger Wochenblatts. Die Reihe wird von SN-Chefredakteur Marc Fügmann moderiert. hga

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr