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Grohe-Werk auf Wachstumskurs

Neue Montageanlage Grohe-Werk auf Wachstumskurs

Die Signale im Lerbecker Grohe-Werk stehen auf Wachstum. Das zeigt die neue Montageanlage, die kürzlich eingeweiht wurde. Das unterstreicht aber auch der Kauf eines 3,8 Hektar großen Geländes in Nachbarschaft des Logistikzentrums.

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Maria Siemens gibt ihren Chefs geduldig Anweisungen. Werkleiter Hans-Martin Souchon (l.) und Grohe-Vorstand Thomas Fuhr bestücken die halb automatische Anlage vor der offiziellen Inbetriebnahme.

Quelle: Dirk Haunhorst

PORTA WESTFALICA-LERBECK. Ob die Fläche demnächst für Logistik oder Produktion genutzt wird, sei offen, sagt Werkleiter Hans-Martin Souchon. Die Erweiterungspläne seien auf alle Fälle ein Beleg für die große Bedeutung der Lerbecker Filiale im Unternehmensverbund. Das bekräftigt auch Grohe-Vorstand Thomas Fuhr, als er die Investition in die neue Montageanlage für Ablaufventile einordnete: „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Porta Westfalica. Dies ist ein gutes Werk mit einer guten Mannschaft.“

Fuhr und Souchon verrichteten vorbereitende Handgriffe, um die halb automatische Montageanlage für Ablaufventile offiziell in Betrieb zu nehmen. Als „Chefin“ fungierte dabei Maria Siemens, die geduldig erklärte, wie das Gerät bestückt werden muss. Produktionsleiter Wilhelm Braun kommentierte das Prozedere mit launigen Worten. „Normalerweise dauert das acht Sekunden. Die Herren üben noch.“

Das Ablaufventil ist das Herzstück der Spülkästen, die von Lerbeck aus in alle Welt geliefert werden. Porta ist innerhalb der Grohe AG erklärtermaßen das Kompetenzzentrum für Sanitärtechnologie. Souchon zufolge wurde etwas mehr als eine Million Euro in die Anlage investiert. Die genaue Zahl nannte er nicht.

Stolz auf 15 Minuten Durchlaufzeit

Der Materialträger durchläuft bis zur Fertigstellung des Ventils 15 Stationen. Aus 20 Teilen entstehen zwölf Varianten, wobei der Wechsel ohne Werkzeug in weniger als einer Minute erfolgt. Die Produktivität der Montageanlage wird gegenüber dem Vorgängermodell erheblich erhöht. Stolz ist man auf die Durchlaufzeit von 15 Minuten vom Granulatkorn bis zum fertig montierten Ablaufventil. „Das Material bleibt im Fluss und muss nicht lange gelagert werden“, sagt Souchon. Die Kapazitätssteigerung werde nahezu verdoppelt, obwohl nur noch zwei statt zuvor drei Mitarbeiter die Maschine bedienen.

Gleichwohl braucht sich im Lerbecker Werk derzeit wohl kaum jemand um seinen Arbeitsplatz zu sorgen. „Es gibt genug zu tun“, sagt Souchon. 270 Männer und Frauen sind in Porta für Grohe tätig. Die Marke von 300 Mitarbeitern werde möglicherweise noch in diesem Jahr überschritten.

Zwei Jahre von der Idee bis zur Produktion

Die Anlage wurde im Beisein vieler Gäste eingeweiht, darunter Bürgermeister Bernd Hedtmann und Volker Franke, Geschäftsführer des Mindener Unternehmens Harting. „Die meisten Menschen denken bei Harting an Industriesteckverbindungen, aber wir stellen auch Maschinen her“, sagt Franke.

Grohe hatte nach den Worten von Vorstand Thomas Fuhr europaweit angefragt, sich dann aber für Harting entschieden. Von der Idee bis zur Produktion des ersten Ablaufventils in der neuen Anlage verstrichen gerade einmal zwei Jahre.

Grohe beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit etwa 6000 Mitarbeiter, von denen rund 2400 in Deutschland arbeiten. Im Jahr 2014 hat das Unternehmen mit seiner Produktpalette für Bad und Küche einen Umsatz in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erzielt. mt

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