Bei diesem Volksbegehren geht es den Initiatoren um folgende Punkte:
• Gymnasien und Gesamtschulen sollen zur Regelschulzeit von 13 Jahren zurückkehren. Eine Verkürzung auf zwölf Jahre kann schulintern geregelt werden.
• Die Gründung von Gesamtschulen muss erleichtert werden. Künftig soll eine Gesamtschule auch mit vier, im Ausnahmefall auch mit drei Parallelklassen gegründet werden können.
• Die Vollen Halbtagsschulen sollen bestehen bleiben.
Besonders erfolgreich sei die Unterschriftensammlung bisher in Stadthagen (268), Rodenberg (170), Lindhorst (160), Rinteln (146) und Sachsenhagen (120) gewesen. „Die Eltern haben kein Verständnis dafür, dass die beantragten Gesamtschulen in Lindhorst und Rinteln immer noch nicht genehmigt worden sind“, erklärte Wilmers die breite Unterstützung zum Volksbegehren. „Es ist schon bitter, dass im Landkreis für das kommende Schuljahr wieder 137 Kinder abgewiesen werden mussten“, ergänzte Uwe Toepfer. Die Zahl der Interessenten dürfte zudem sehr viel höher sein, wenn es auch in Rinteln und in Lindhorst ein Angebot an Gesamtschulplätzen geben würde.
„Die derzeitige Verteilung auf die Gesamtschulen stößt bei vielen Eltern auf scharfe Kritik“, fasst Richard Wilmers viele Gesprächen am Info-Stand zusammen. So wurden Rodenberger Schüler im Losverfahren abgelehnt und müssten dann nach Lindhorst fahren, während Lindhorster Schüler im Losverfahren Glück gehabt hätten, nun aber nach Rodenberg fahren würden.
Im Landkreis wurden bisher auch viele Unterschriften von Eltern, Parteien und diversen Organisationen gesammelt. „Es wäre schön, wenn mit Beginn der Sommerferien alle Unterschriftenlisten bei den hiesigen Stadt- und Gemeindeverwaltungen abgegeben werden würden, damit die Initiative „Volksbegehren für gute Schulen“ in Hannover einen Zwischenstand erstellen kann“, sagte Wilmers. Toepfer und Wilmers kündigten an, dass sie alle am Volksbegehren beteiligten Gruppen zum 12. August zu einem Treffen einladen würden, um die Unterschriftensammlungen bis zum Dezember 2010 zu erörtern. Außerdem sei für den 28. August in der Zeit von 10 bis 13 Uhr eine zentrale Info-Veranstaltung mit Musik und diversen Redebeiträgen in Stadthagen geplant.
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