Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Grüne: Kreis „schönt“ das Bild Obernkirchens
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Grüne: Kreis „schönt“ das Bild Obernkirchens
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 20.01.2012
Anzeige

Landkreis (ssr). Grünen-Kreischefin Marion Lenz weist in einer Pressenotiz darauf hin, dass man auf dieser Homepage unter dem Stichwort „Wohnbevölkerung“ folgende Aussage findet: „Etwa die Hälfte der Einwohner lebt in den Städten Bückeburg, Rinteln und Stadthagen oder in Obernkirchen. Alle anderen Schaumburger Bürger und Bürgerinnen verteilen sich auf die eher ländlich strukturierten Gebiete der Gemeinde Auetal und der Samtgemeinden Eilsen, Lindhorst, Nenndorf, Niedernwöhren, Nienstädt, Rodenberg und Sachsenhagen.“

In der nachfolgenden Bevölkerungsstatistik sei aber zu erkennen, dass die Stadt Bad Nenndorf mit 10482 Einwohnern deutlich über der Stadt Obernkirchen mit 9219 Einwohnern liegt. Außerdem erreiche die Ost-Region „durch die fortwährende Verschmelzung der beiden Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf“ mit insgesamt mehr als 30000 Einwohnern „eine Bevölkerungsdichte, die durchaus mit den Städten Rinteln, Bückeburg und Stadthagen vergleichbar und in Schaumburg ohnegleichen ist“.

„Dieses geschönte Bild Obernkirchens verwundert schon sehr, denn leider geben die Fakten etwas ganz anderes her. Wir fragen uns, ob der Grund dafür vielleicht in der aktuellen Debatte um die Sinnhaftigkeit des geplanten Kinikstandortes in Vehlen liegen könnte“, stellt Lenz in den Raum. Die Kreistagsfraktion der Grünen hat sich deshalb mit einer Anfrage an die Verwaltung gewandt.

„Geradezu tragisch“ werde das Ganze laut Lenz in Anbetracht der Tatsache, dass in der vom Landkreis begleiteten „Weserberglandstudie“ lediglich für die schon jetzt bevölkerungsreiche östliche Schaumburger Region ein Bevölkerungswachstum prognostiziert wird, während es an anderer Stelle der Studie heißt: „Aber auch in den Grenzgebieten zwischen Nienburg und Schaumburg (…) sind aktuell schon recht weite Wege zu Gesundheitseinrichtungen zurückzulegen.“

„Wir möchten wissen, ob die Bedürfnisse der dortigen Bevölkerung wirklich angemessen berücksichtigt sind, denn mit der oben beschriebenen Darstellung entsteht der Eindruck, dass schon vorweg genommen wurde, was viele betroffene Bürger befürchten: Der Nord/Ost-Teil wird vom geplanten Gesamtklinikum Schaumburg abgehängt“, so Lenz.

Anzeige