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Aus dem Landkreis Grüße von den Kanzlern
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Grüße von den Kanzlern
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00:16 16.10.2013
Maik Beermann mit dem von Einheitskanzler Helmut Kohl unterschriebenen Reisepass seines Nachbarn. Quelle: pr.
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Statdhagen. Der Reisepass gehörte einst seinem Nachbarn, Reinhard Böttcher. „Im Rahmen einer Bundeswehr-Fortbildung war mein Nachbar als junger Soldat im Januar 1990 in West-Berlin“, erzählt Beermann dieser Zeitung. Als Böttcher dann am 22. Januar 1990 bei einer Besichtigungstour rund um das Brandenburger Tor am alten Reichstagsgebäude vorbeikam, hielten drei schwarze Limousinen an einem Seiteneingang. Vier Männer seien aus den Fahrzeugen gestiegen. Der damalige CDU-Generalsekretär Volker Rühe, Bundeskanzleramtschef Rudolf Seiters, der DDR-Bürgerrechtler Wolfgang Schnur und Bundeskanzler Helmut Kohl. „Mein Nachbar hat sich noch nie gescheut, andere Menschen anzusprechen“, erzählt Beermann freudig. Und der Bitte nach einem Autogramm waren die Männer aus den Limousinen offenbar nicht abgeneigt. „Kohl ging sogar voran“, fährt Beermann in seiner Erzählung fort, „und weil mein Nachbar nichts anderes mit hatte als seinen Reisepass, hielt er dem Kanzler diesen hin.“ Kohle habe wohl zuerst protestiert, er könne wohl kaum in einen Reisepass hineinschreiben, doch Böttcher habe das anders gesehen. „Herr Bundeshanzler, wenn sie da nicht reinschreiben können, wer sollte das denn bitte dann können“, soll Böttcher zum Kanzler der Einheit gesagt haben.

Der Reisepass mit der Unterschrift von Helmut Kohl auf der letzten Seite soll nun Beermann neues Büro in der Bundeshauptstadt zieren. Doch das ist nicht der einzige Gruß, der von oberster Regierungsstelle seinen Weg zu den Schaumburger Christdemokraten zum Tag der Deutschen Einheit in diesem Jahr gefunden hat. Der Ehrenvorsitzende der Jungen Union Schaumburg, Friedel Pörtner, hatte noch die Ehre ein Grußwort der jetzigen Bundeskanzlerin Angela Merkel vorzutragen. In dem Fax aus der Hauptstadtzentrale der CDU grüßte die Kanzlerin als CDU-Bundesvositzende ihre Schaumburger Parteifreunde und bezeichnete die Wiedervereinigung als eine Hoffnung, „an die manch einer in Deutschland nicht mehr zu glauben wagte“. Die Gedenkfeier zum Tag der Deutschen Einheit sei für sie die passende Gelegenheit, persönlich die herzlichsten Grüße an die Freunde der CDU in Schaumburg zu übermitteln.  on

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