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„Haben Basis für Kommunikation gefunden“

Landkreis / Klinikum „Haben Basis für Kommunikation gefunden“

„Jetzt haben wir eine Basis für Kommunikation gefunden.“ So hat der Bückeburger Mediziner Andreas Schulz ein zweistündiges Gespräch zusammengefasst, dass einige niedergelassene Schaumburger Ärzte am gestrigen Mittwoch mit der Projektgesellschaft des geplanten Gesamtklinikums Schaumburg geführt haben.

Landkreis (ssr). Deren Geschäftsführer Claus Eppmann bestätigte in dem gemeinsamen Pressegespräch, der begonnene Dialog solle „in Offenheit konsequent fortgeführt werden“.
Bislang habe es zwischen Klinikum-Träger und den niedergelassenen Ärzten „nur Info-Veranstaltungen gegeben“, umriss der Allgemeinmediziner Klaus-Peter Neubauer (Warber) die Lage: „Ab sofort wird es sich um Gesprächsrunden im Sinne eines Dialogs handeln.“

Erstmals hätten beide Seiten gezeigt, „dass sie gegenseitig Kritik äußern und aushalten können“, beschrieb Schulz das Lernziel dieses Treffens. Man sei übereingekommen, „in einem konstruktiven Prozess gemeinsam für eine hochgradig qualitative medizinische Versorgung der Patienten in Schaumburg“ zu sorgen. Eppmann kleidete das in ähnliche Worte: „Wir werden in einer Serie von Zusammenkünften besprechen, wie wir die fachlichen Bedürfnisse aus dem Bereich der niedergelassenen Ärzte in den Planungsprozess einfließen lassen mit dem Ziel einer optimalen Patientenversorgung.“

Zustande gekommen war das gestrige Gespräch im Anschluss an eine vom Ärzteverein Schaumburg organisierte Info-Veranstaltung Ende August. Dort seien nach dem Vortrag durch die Projektgesellschaft „viele Fragen offengeblieben“, so Schulz.

Daher habe man ein baldiges Folgetreffen vereinbart. Offiziell eingeladen wurde dazu von keiner Seite, wer unter den Ärzten davon informell oder zufällig Wind bekommen hatte, durfte gerne aufschlagen.
Damit die Gesprächsrunde zum Erfolg werden konnte, war offenbar Hilfe von außen erforderlich. Als Gesprächsleiter fungierte daher der Bückeburger Rechtsanwalt Oliver Theiß – und zwar extrem kurzfristig, „nachdem ein eigentlich dafür vorgesehener Lehrer abgesagt hatte“, wie Schulz erzählte. Abgesprungen waren auch die Gynäkologen, „die erst erheblichen internen Beratungsbedarf haben“, wie es hieß.

In Details von Sachfragen stieg man nicht ein. Vielmehr wurden „problematische Bereiche definiert“, wie Eppmann schilderte. Dazu zählt unter anderem die Frage, wie am Standort Rinteln bis zum Jahr 2014 die Patientenversorgung optimiert werden kann. Was die Verzahnung zwischen niedergelassenen Ärzten und der Klinik angeht, seien Fragen vor allem in der Kardiologie, der Urologie, der Gynäkologie, der Chirurgie und der Allgemeinmedizin vorhanden.

„Die Gesprächsbasis ist da. Es müsste jetzt schon ganz schön schräg laufen, wenn die wieder verloren gehen sollte“, übte Schulz Lernzielkontrolle mit integriertem Blick in die Zukunft.

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