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Hälfte der Schulanfänger wird doch sonnabends eingeschult

Landkreis Hälfte der Schulanfänger wird doch sonnabends eingeschult

Von den 25 Grundschulen im Landkreis Schaumburg werden nach Angaben der Sprecherin der niedersächsischen Landesschulbehörde, Susanne Strätz, „rund die Hälfte“ am Sonnabend nach dem ersten Schultag, also am 8. September, einschulen.

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Auch die Gerda-Philippsohn-Grundschule in Sachsenhagen wird in diesem Jahr wieder am Sonnabend einschulen.

Quelle: jpw

Landkreis (jpw). Für das Jahr 2012 hatte sich die Kultusministerkonferenz darauf geeinigt, die Sommerferien an einem Montag beginnen und am Freitag, 31. August, enden zu lassen. Die Minister wollten so verhindern, dass zu viele Bundesländer zugleich in die Ferien starten. Diese gute Absicht verkehrte sich in den Augen vieler Eltern ins Gegenteil, denn so beginnt die Schule in diesem Jahr in Niedersachsen ausnahmsweise an einem Montag, nämlich am 3. September.

Die Grundschulen sind nun gehalten, normalerweise bis zum Mittwoch, 5. September einzuschulen. Möglich wäre auch, den Termin vor den offiziellen Schulstart, auf den 1. September, vorzuverlegen.

Um dem Wunsch vieler Eltern entgegenzukommen und weiterhin an einem Sonnabend nach Schulbeginn einzuschulen, können die Grundschulen bei der Landesschulbehörde eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Rund die Hälfte der Grundschulen im Landkreis haben dieses getan. Unklar ist, ob noch weitere folgen werden.

Viele Eltern hielten einen Einschulungstermin mitten in der Woche für unglücklich, weil ihnen so die Zeit für eine Einschulungsfeier im Familienkreis fehlt. Eine Vorverlegung auf den Sonnabend vor Schulbeginn lehnten wiederum viele Grundschulen mit der Begründung ab, dass keine Zeit bleibe, mit den anderen Kindern die Choreographie (Theater, Chor) für die Einschulung einzustudieren.

In Internet-Foren mussten sich Grundschulen bereits Eltern-Schelte anhören, weil sie sich nach deren Meinung offenbar als zu wenig flexibel zeigten. „Schulleiterin ist beratungsresistent, dass einem Hören und Sehen vergeht“, hieß es zum Beispiel im Forum von „Antenne Niedersachsen“ über die Grundschule Haste. Von dieser Kritik sei „nichts angekommen“, entgegnete nun Konrektorin Britta Lehmann auf Nachfrage diese Zeitung. Letzlich sei es „unproblematisch gewesen“, sich auf Mittwochnachmittag als Termin für die Einschulungsfeier zu einigen. Das Ganze sei „natürlich unglücklich“, aber die Schule könne schließlich nichts für den Termin.

„Die Eltern wollten den Termin“, sagt Rektorin Imke Hermann-Edling als Kommentar dazu, dass an ihrer Gerda-Philippsohn-Grundschule in Sachsenhagen erst am Sonnabend, 8. September, mit Gottesdienst eingeschult wird.

Daraus, dass viele der künftigen Abc-Schützen nach dem offiziellen Schulbeginn nun fast noch eine Woche zu Hause bleiben, erwächst ein möglicherweise größeres Problem für viele berufstätige Eltern: Ihre, dem Kindergarten bereits entwachsenen Sprößlinge, müssen betreut werden.

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