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Händler behalten die „Harten“

Alkohol-Testkäufe Händler behalten die „Harten“

Zwei Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz hat es bei den jüngsten sogenannten Alkohol-Testkäufen im Landkreis gegeben.

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Greifen Jugendliche im Geschäft zur Flasche mit „hartem“ Inhalt, sollten Einzelhändler Nein sagen.

Quelle: dpa

Landkreis. Ein 15-Jähriger hatte die Anweisung, auf Nachfrage sein wahres Alter anzugeben, seinen Ausweis vorzulegen – und ausschließlich „harte“ Getränke zu kaufen, also solche, die nicht an Personen unter 18 Jahren abgegeben werden dürfen.

Diese Testkäufe – auf der „Shoppingliste“ der Jugendlichen stehen auch Zigaretten – gibt es in Schaumburg seit 2009. Sie sind eine gemeinsame Aktion von Jugendpflege, Ordnungsamt und Polizei. Ort des Geschehens waren diesmal unter anderem Tankstellen und Kioske in Bad Nenndorf, Haste, Rodenberg und Lauenau. Insgesamt wurden acht Einzelhändler überprüft.

Zwei von acht: Aus Sicht der Verantwortlichen eine erfreuliche Bilanz. In den vergangenen Jahren wurden in der Hälfte aller Testkäufe Verstöße festgestellt. „Ebenso positiv war die Feststellung, dass sich zwischenzeitlich viele Einzelhändler die freiwillige Selbstverpflichtung auferlegt haben, keine Energy-Drinks an Kinder unter 14 Jahren zu verkaufen“, heißt es in einer Pressenotiz der Polizei.

Im Falle der Verstöße seien Gespräche mit den Verkäufern und der Geschäftsleitung geführt worden. Zum einen, um erneut für das Thema Jugendschutz zu sensibilisieren, zum anderen, um Maßnahmen vorzuschlagen, die es Verkäufern und Kassierern erleichtern sollen, auch an vollen Kassen den Überblick zu behalten.

Kreisverwaltung und Polizei hoffen nun auf eine Fortsetzung des positiven Trends. Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz können ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50000 Euro nach sich ziehen. Selbst bei erstmaligen Verfehlungen lägen die Kosten zumeist im dreistelligen Bereich, so die Polizei. r, jcp

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