Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Häufige Kontrollen im Wald wirken
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Häufige Kontrollen im Wald wirken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:09 16.05.2018
Holzstämme am Weg zum Forsthaus Halt bei Wendthagen warten auf ihren Abtransport. Quelle: rg
Anzeige
Landkreis

Wie berichtet verwenden die Niedersächsischen Landesforsten seit einiger Zeit andernorts, etwa im Harz und im Solling, derartige kleine Sender. Diese so genannten Forst-Tracker werden getarnt in geschlagene Bäume eingebaut. Die Minisender in Streichholzschachtel-Größe senden bei Positionswechseln Signale aus, die mit Hilfe von GPS-Technik eine Ortung ermöglichen. So können Holzdiebstähle wirkungsvoll verfolgt werden. Der Einsatz dieser Technik hat in jüngster Zeit in Niedersachsen zu einem Nachlassen des Holzklaus geführt.

„Holzklau kommt zwar hin und wieder mal vor, das beschränkt sich aber auf wenige Einzelfälle im Jahr“, berichtet Lothar Seidel, Leiter des Kreisforstamtes. Diebstahl in größerem Maßstab, also mithilfe eines Lkw, der ganze Stämme abtransportiert, habe es in den Kreisforsten noch nicht gegeben. Wenn es mal vorkomme, handele es sich eher um kleinere Mengen von Brennholz, „manchmal stellt sich das dann auch nur als Verwechslung heraus“.

Kurze Phase von Abholzen zum Abtransport

Das Kreisforstamt schrecke durch eine hohe personelle Präsenz in den Revieren potentielle Diebe ab, so Seidel. Wenn einmal hochwertiges Holz zwischengelagert werden müsse, würden die entsprechenden Waldzufahrten durch Schranken gesperrt. Peilsender würden daher noch nicht eingesetzt. „Bislang haben wir dazu noch keinen Anlass“, erklärt Seidel, „aber natürlich haben wir diese Option im Auge.“

„Glücklicherweise seit vielen Jahren keinen einzigen Diebstahl zu verzeichnen“ hat die Klosterkammer Hannover in ihren Schaumburger Forstgebieten nach Auskunft ihres Betriebsleiters der Klosterforsten, Constantin von Waldthausen. Seine Einrichtung bemühe sich, die Phase der Holzlagerung im Wald, also die Frist zwischen Fällung und Abtransport, so kurz wie möglich zu halten: „Das gibt wenig Gelegenheit zum Diebstahl.“ Zudem gebe es häufige Kontrollgänge, sodass ein Klau rasch auffallen würde, was die Aufklärung aufgrund der aufwendigen Logistik bei einem größeren Diebstahl begünstige. Gleichwohl erwäge man den zusätzlichen Einsatz von Peilsendern, ergänzt von Waldthausen.

Peilsender-Technik "ganz gut"

„Wir sind in unseren Forsten davon nicht betroffen“, sagt auch Alexander Trapp von der Fürstlichen Hofkammer in Bückeburg: „Wir lösen die Herausforderung einer guten Prävention und Kontrolle sehr gut.“ Darüber hinaus werde der Einsatz der Peilsender geprüft: „Wir finden diese Technik ganz gut.“

Im Unterschied zu anderen Gebieten ist auch in den Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten im Süden Schaumburgs der Holzklau „kein Thema“, wie Verwaltungsdezernentin Christa Wolff mitteilt: „Diebstahl kommt so gut wie nicht vor.“ Peilsender würden daher nicht eingesetzt.

Anzeige