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„Handwerk der Kirchenverwaltung gelernt“

Landkreis / Kirchenamtspräsident Sebastian Geisler „Handwerk der Kirchenverwaltung gelernt“

Sebastian Geisler hat „viel gelernt“. Mit diesen Worten blickt der 39-jährige Präsident des Schaumburg-lippischen Landeskirchenamtes auf eine jüngst beendete 15-monatige auswärtige Tätigkeit zurück. In zwei lutherischen Kirchenkreisämtern in Hildesheim und Dortmund hat der Jurist „praktische Einblicke in kirchliche Verwaltungsarbeit“ erhalten.

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„Viel dazugelernt“: Der schaumburg-lippische Kirchenamtspräsident Sebastian Geisler.

Quelle: rg

Landkreis (ssr). In einer „kleinen Landeskirche wie der unseren muss jedes Mitglied der Kirchenleitung auch Referententätigkeiten ausüben“, schilderte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke im SN-Gespräch. Nur acht Prozent der Kirchensteuereinnahmen würden hier für die Verwaltung ausgegeben, betonte er.
Für diese spezifische Herausforderung hätten Geisler mit Blick auf dessen vorherigen beruflichen Werdegang „Erfahrungshintergründe gefehlt“, erläuterte der Bischof. Geisler war zuvor Referent im sächsischen Innenministerium, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Frankfurt/M. und Rechtsanwalt gewesen.
Geisler war 2007 von der Synode ins Präsidentenamt gewählt worden. „Man hätte auf die Konstellation vielleicht auch schon zu Beginn reagieren können“, merkte Manzke an, der selber Ende 2009 sein Bischofsamt in Bückeburg antrat. Unter Hinzuziehung eines externen Beratungsinstituts hatten sich die Beteiligten danach auf die 15-monatige auswärtige Phase geeinigt, die im Sommer 2011 begann.
In den genannten Kreiskirchenämtern habe Geisler „viel Handwerk der Kirchenverwaltung“ gelernt, führte der Bischof aus: „Es ging aber auch um die Bereiche Leitung und Mitarbeiterführung“. In den Ämtern sei er „auf sehr erfahrene Mitarbeiter“ gestoßen, von denen er „gut gelernt und viele Kenntnisse gewonnen“ habe, erzählte Geisler und fügte hinzu: „Ich konnte Kirchenamtsleiter beobachten und fragen: Wie handelt der und warum genau so?“
Dieser Zugewinn gelte für „die ganz normalen Abläufe in einer Kirchenverwaltung“, aber spezieller auch etwa für die Zusammenarbeit zwischen Kirchenleitung und Kirchengemeinden sowie die Neustrukturierung von Arbeitsprozessen, resümierte der Kirchenamtspräsident. Dies alles werde für ihn als Präsident im Landeskirchenamt sehr nützlich sein. Nicht zuletzt sei es für ihn gut gewesen, „unsere Landeskirche noch einmal von außen zu sehen“, fügte Geisler hinzu.
Dieser dankte der Landeskirche, die dafür „auch finanzielle Mittel in die Hand genommen hat“, ausdrücklich „für dieses Geschenk“. Es habe für ihn zu einer „Fertigungsverbesserung“ geführt.
Während der Abwesenheit Geislers hatte der Jurist Harald Weidenmüller (Stadthagen) die Päsidentenfunktion ehrenamtlich ausgeführt.
Nunmehr besteht die Spitze des Landeskirchenamtes aus Manzke, Geisler, dem Theologischen Referenten Jan-Peter Hoth und Verwaltungsleiter Frank Jaksties. Nach wie vor laufe mit Blick auf die Struktur der Aufgabenwahrnehmung eine extern geleitete Supervision, berichtete der Bischof. Das sei von Anfang an so vereinbart gewesen und diese Methode auch nur in dieser nachhaltigen Weise seriös. Schließlich gehe es nun um Eingliederung der von Geisler gewonnenen Kenntnisse in die umstrukturierten Arbeitsabläufe im Kirchenamt.

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