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Harmonien einer mystischen Welt

Peter Orloff im SN-Gespräch Harmonien einer mystischen Welt

Auf dem Höhepunkt seines Schaffens ist der Schwarzmeer-Kosaken-Chor vor 50 Jahren abgetreten, doch dank seiner damals jüngsten Stimme wurde er 1993 wiederbelebt und wird im nächsten Jahr auf eine 80-jährige Geschichte zurückblicken können.

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Peter Orloff (vorne Mitte) und sein Kosaken-Chor feiern im kommenden Jahr 80-jähriges Bestehen.

Quelle: pr

Landkreis/Stadthagen. Die Formation um Peter Orloff wird heute um 19 Uhr in St. Joseph sein Publikum in die klangliche Welt vergangener Jahrhunderte entführen.

Mit dem Schaumburger Land verbindet Orloff nicht nur die Erinnerung an einige erfolgreiche Auftritte, sondern auch eine Freundschaft. „Dieter Kindermann von der International Children Help habe ich damals auf dem 75. Geburtstag von Dieter Thomas Heck kennengelernt. Wir waren einander auf Anhieb sympathisch. Seitdem konnte ich mit dem Chor größere Beträge für seine Organisation sammeln“, erzählt Orloff.

Sein Vater Nikolai war es, der die Gruppe 1938 in Berlin zu einer Zeit gründete, in der auch einige andere russisch-ukrainische Exilanten ihr kulturelles Erbe in ähnlichen Ensembles pflegten. Dass sein eigener Sohn in jungen Jahren für die Chormusik Feuer fängt, war Orloff-Senior nicht unbedingt recht, schließlich sollte die Schule Vorrang haben. „Ich weiß noch, wie ich mit 13 Jahren auf einer Konzerttour das erste Mal ‚Das einsame Glöckchen‘ gehört habe. Danach saß ich im Tourbus, guckte in den Nachthimmel und war von den langen Harmonien, die Ruhe und Herzlichkeit vermitteln, immer noch verzaubert“, erinnert sich der 1944 in Lemgo geborene Musiker – sein Weg war vorher bestimmt.

Der Schlagerbarde holt den Chor zurück

Nachdem sein Vater den alternden Chor 1967 auflöste, fasste Orloff zunächst im Schlagergeschäft Fuß und landete Anfang der siebziger Jahre große Hits. Unter dem Eindruck der Öffnung der Ostgrenzen und mit der Starthilfe einer Agentur hauchte der Schlagersänger dem Chor gemeinsam mit Toma Pitkov neues Leben ein.

„Dass gerade ich, den die Leute aus der Hitparade kannten, nun konzertante Musik machen sollte, ist damals natürlich auf etwas Erstaunen gestoßen“, sagt Orloff. Doch mit den ersten Auftritten haben der Schlagerbarde und sein Chor das Publikum überzeugen können. „Es sind alles ausgebildete Opernsänger. Eine gut positionierte Stimme ist für diese Art des Gesangs nötig“, so der Leiter.

Vierstimmig von Tenor bis Bass, a capella und mit instrumenteller Begleitung taucht der Kosakenchor, der sich noch heute aus russischen und ukrainischen Stimmen zusammensetzt, in eine musikalische Kultur ein, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. „Es ist faszinierende, mystische, fast meditative Musik – eine besondere Welt, die meine ist“, schwärmt Orloff. geb

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