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Heißer Wahlkampf eröffnet: CDU bläst zur Attacke

Landkreis / Parteien Heißer Wahlkampf eröffnet: CDU bläst zur Attacke

Spätestens jetzt ist die heiße Phase des Kreistags-Wahlkampfes eröffnet: Heftig zur Attacke vor allem gegen SPD und Grüne geblasen hat die Spitze der Schaumburger CDU auf einem von rund 70 Mitgliedern besuchten Kreisparteitag der Union im Stadthäger Ratskeller.

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In Angriffslaune zeigen sich die CDU-Kreispolitiker Gunter Feuerbach (rechts) und Klaus-Dieter Drewes auf dem Parteitag. © rg

Landkreis (ssr). Dass „unsere politischen Konkurrenten“ in Schaumburg „das differenzierte Schulangebot durch eine Einheitsschule ersetzen will“, stellte CDU-Kreistagsfraktionschef Gunter Feuerbach in den Raum. Hier sei nicht zuletzt „Ideologie“ im Spiel, durch die „Fakten ausgeblendet“ würden.

„Geradezu Volksverdummung“ sei es, einerseits gegen das Abitur nach zwölf Schuljahren „zu wettern“ und andererseits eigene Oberstufen für Gesamtschulen zu fordern, was dort ein Abitur nach zwölf Jahren zur Folge hätte, rief er an diesem Punkt vor allem in Richtung Wählerinitiative „Wir für Schaumburg“ aus.

Ein „Aufschrei der Gesamtschulideologen“ sei vorauszusehen, „wenn das besondere Profil der Oberschulen von den Eltern erst richtig angenommen wird“, prophezeite Feuerbach. Die Union stehe „für vier Bildungsregionen in Schaumburg, in denen jeweils das differenzierte Angebot aus Gymnasien, Oberschule und IGS erhalten wird“.

CDU-Kreischef Klaus-Dieter Drewes erteilte den Grünen beim Thema Gesamtklinikum eine harsche Schelte. Diese setzten mittlerweile „auf die vorbehaltlose Unterstützung der Gegner“. Dabei gingen sie „mit einem Versprechen an den Start, von dem sie wissen, dass sie es nicht einhalten könen“. Als „das Schlimmste“ bezeichnete Drewes, dass die Grünen das wüssten „und damit gegen besseres Wissen und damit nur noch opportunistisch handeln“. Der CDU-Kreischef weiter: „Verantwortung sieht anders aus.“

Drewes nahm sich auch die SPD vor, und zwar bei „unserem Lieblingsthema, der praktizierten freiwilligen interkommunalen Zusammenarbeit“. Gerade mit dem Ziel der Erhaltung des Landkreises Schaumburg müsse es darum gehen, für die interkommunale Kooperation verstärkt immer neue Handlungsfelder zu erschließen. Die dazu bisher noch nicht bereiten SPD-Kommunen müssten dafür gewonnen werden. Schärfer lautet diese Passage im vom CDU-Kreisverband ins Internet gestellten Redemanuskript: „Die Sperrung der SPD-geführten Kommunen in Schaumburg gegen diesen Prozess bringt uns hier nicht nach vorn“, schimpft der CDU-Kreisvorsitzende da. Es handele sich um „Blockierer jeglicher echter Zusammenarbeit“.

Zudem wolle die hiesige SPD den „unumkehrbaren Prozess“ des Bevölkerungsrückgangs nicht zur Kentnnis nehmen. Es sei nur zu hoffen, dass sich dies ändere, „sonst hat jeder Landrat in den nächsten zehn Jahren erhebliche Probleme mit den Abgeordneten der SPD im Kreistag“, setzte Drewes einen Keil zwischen SPD und Landrat Jörg Farr (parteilos).

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