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Herderschule wird für Flüchtlinge hergerichtet

Landkreis wappnet sich Herderschule wird für Flüchtlinge hergerichtet

Die leer stehende Herderschule am Unterwallweg wird für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet. Das hat der Erste Kreisrat Klaus Heimann auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt.

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Um dafür gewappnet zu sein, dass das dezentrale Unterbringungskonzept angesichts der aufzunehmenden Flüchtlinge nicht mehr durchzuhalten ist, wird derzeit der Block A der leer stehenden Herderschule für die Einquartierung von Flüchtlingen hergerichtet.

Quelle: rc

Bückeburg/Landkreis. Der Grund: Der Landkreis will gewappnet sein, wenn der Strom der Flüchtlinge in den Landkreis Schaumburg weiter geht wie bisher, und nicht mehr genügend Wohnraum zur Verfügung stehen sollte.

 Der Sprecher des Landkreises betonte, dass vorgesorgt werden müsse, falls nicht mehr genügend Wohnraum in den Kommunen gefunden wird. Derzeit sei nicht absehbar, ob und wann die Herderschule belegt wird. Es sei aber auch nichts auszuschließen. Wird das Gebäude benötigt, werde der Landkreis umgehend die Bürger darüber unterrichten und zu einer Informationsveranstaltung einladen.

 Wie Heimann sagte, liegt dem Landkreis eine Anweisung des Innenministeriums vor, die besagt, dass pro Woche 110 Flüchtlinge in Schaumburg untergebracht werden müssen. Derzeit seien die seit dem 15. Oktober per Heranziehungssatzung in die Pflicht genommenen Kommunen „gut unterwegs“ und würden einiges an verfügbaren Unterkünften, die gemietet werden können, an den Landkreis melden. Daher können die Flüchtlinge nach dem dezentralen Unterbringungskonzept des Landkreises in Wohnungen untergebracht werden und nicht in Lagern. Heimann: „Wir hoffen, dass wir das noch einige Zeit hinbekommen.“

 Wie lange das allerdings noch funktioniert, ist offen. Heimann: „Wir gucken derzeit nur von Woche zu Woche.“ Die derzeitige Entwicklung sei kaum abschätzbar, er gehe aber davon aus, dass das dezentrale Unterbringungskonzept nicht durchzuhalten sei. Daher müsse sich der Landkreis auf eventuelle Wohnraumnot vorbereiten. Derzeit würden dafür alle Optionen geprüft: „Wir sind im gesamten Landkreis unterwegs.“

 Eine Option ist die seit Jahren leer stehende Herderschule, die sich im Besitz des Landkreises befindet. Hier wird derzeit der sogenannte Block A hergerichtet und ehemalige Klassenräume mit Trockenwänden versehen. Mehr sei derzeit nicht geplant. Was mit den sanitären Einrichtungen geschehe, sei derzeit noch nicht konkret. Denn außer Toilettenanlagen gibt es in der Schule zum Beispiel keine Wasch- und Duschräume. Hier müsse über die Anmietung entsprechender Container nachgedacht werden, sollte sich die Belegung der Schule abzeichnen. rc

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