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„Herr Born hat sich immer bemüht“

Weserbergland-AG „Herr Born hat sich immer bemüht“

Zurückhaltend kommentieren Aktionäre der Weserbergland AG die Trennung von Vorstandschef Hans-Ulrich Born. „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen hat Herr Born gute Arbeit geleistet“, sagte etwa der Schaumburger Landrat Jörg Farr.

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Obwohl sich die Weserbergland-AG von Hans-Ulrich Born getrennt hat, bescheinigen die Aktionäre dem geschassten Vorstandschef, „gute Arbeit“ geleistet zu haben.

Quelle: Archivfoto

Landkreis. Der Landkreis Schaumburg ist ebenso wie die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden Gesellschafter der AG. Born sei 2008 ursprünglich als Interimsvorstand zur Weserbergland AG gewechselt, „damals in keiner einfachen Phase und er hat in der Zwischenzeit eine Reihe von Projekten erarbeitet“, fügte Farr hinzu.

„Es gibt keine Beschwerden über Herrn Born“, kommentierte der Hamelner Landrat Tjark Bartels. Vor allem habe er „Talent bewiesen, Förderprojekte an Land zu ziehen“. In der Anfangsphase habe er wichtige Arbeit für die AG geleistet. „Wir treten mit der AG jetzt in eine Phase ein, da kann ein Personalwechsel aber hilfreich sein“, setzte Bartels hinzu.

Joachim Schorling, Vorstand der Volksbank in Schaumburg, bemerkte: „Herr Born hat sich immer eingesetzt und bemüht.“ Er kenne die Hintergründe der Trennung aber nicht, so Schorling: „Von Unstimmigkeiten habe ich nichts gehört und will mich an Spekulationen nicht beteiligen.“ Pressesprecher Werner Nickel sagte namens der Sparkasse Schaumburg, der Aufsichtsrat „wird seine Gründe haben, die sachlicher oder persönlicher Art sein können“. Ein solcher Vorgang sei in einer AG letztlich „nichts Ungewöhnliches“. Born habe „gute Aufbau- und Entwicklungsarbeit geleistet, was mit viel Mühen verbunden war“, sagte Nils Bradtmöller, Vorstandsmitglied der Volksbank Hameln-Stadthagen. Freilich biete ein Wechsel immer die Chance, frischen Wind hineinzubringen.

Auf Zustimmung unter Aktionären stößt die Absicht des Aufsichtsrates, dass die AG künftig vor allem Dienstleister für die heimischen Unternehmen sein soll. Vorrangiges Ziel sei es bisher gewesen, „Fördergeld abzugreifen“, sagte Schorling. Wenn die AG jetzt die Unterstützung der Unternehmen mehr in den Fokus nehmen wolle, sei das zu begrüßen, „wenn das vernünftig auf den Weg gebracht wird“.

Auch Nickel hält die Entscheidung für grundsätzlich begrüßenswert. Der Sparkassensprecher fügte hinzu: „Wir geben allerdings zumindest den Hinweis, dass es auch andere Organisation gibt, die dasselbe Ziel verfolgen wie etwa die Handwerkskammer oder die IHK.“ Da gelte es sorgfältig zu sortieren, wer genau welche Aufgabe übernehme, damit nicht Doppelarbeit geleistet werde. Viele geförderte Projekte seien an ihr vereinbartes Ende gelangt, schilderte Bartels. Das sei der geeignete Zeitpunkt, die AG mehr als Plattform für die Unternehmen zu positionieren.

Farr betonte mit Blick auf die künftige Rolle der AG: Die Wirtschaftsförderung für mehrere Landkreise zentral von Hameln aus durchführen zulassen „und damit eine Schlüsselkompetenz gerade für die regionale Wirtschaft aus den Gemeinden und Landkreisen herauszulösen, wäre aus meiner Sicht ein vollkommen falscher Weg.“ Firmen bräuchten den direkten, schnellen Kontakt bei Neuansiedlungen, aber auch bei der Entwicklung vorhandener Unternehmen.

Eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung brauche einen engen Schulterschluss zwischen Landrat und Bürgermeistern und müsse insbesondere intensiv mit den Genehmigungsbehörden des Landkreises zusammenarbeiten. „Dieses lässt sich nicht durch eine zentrale Institution abbilden.“ Farr weiter: „Ich schicke doch keinen Investor, der einen Termin bei mir haben will, weg, um sich 30 Kilometer entfernt über ein Schaumburger Vorhaben beraten zu lassen.“ ssr

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