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Aus dem Landkreis Hilfe statt Abbruch
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Hilfe statt Abbruch
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00:16 22.10.2016
Die Assistierte Ausbildung soll Jugendlichen helfen, wenn sie während ihrer Ausbildung auf vorher nicht bekannte Hindernisse stoßen. Quelle: Symbolfoto
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Landkreis

Viele junge Menschen haben im August mit einer Ausbildung begonnen. Nach der ersten Freude, einen Ausbildungsplatz, beziehungsweise aufseiten des Betriebes, einen Azubi gefunden zu haben, stellen sich während der Lehre mitunter Hindernisse ein, mit denen nicht zu rechnen war und die zu einem Abbruch führen können, heißt es von der Agentur für Arbeit in Hameln.

Gezielte Hilfestellungen

Für diese besonderen Situationen bietet die Arbeitsagentur die Möglichkeit einer sogenannten Assistierten Ausbildung. Dabei werden die Azubis bei ihrer Ausbildung unterstützt und können bei Problemen gezielte Hilfestellungen in Anspruch nehmen. Mit der Assistierten Ausbildung wurde im vergangenen Jahr auch in Niedersachsen ein neues Format geschaffen, um Ausbildungsbetriebe und Azubis zu unterstützen, und zwar während der gesamten Zeit der Ausbildung, erklärt Jens Auberg, Teamleiter der Berufsberatung bei der Arbeitsagentur Hameln.

Dabei würden die Betriebe reguläre Ausbildungsverträge abschließen und die entsprechende Ausbildungsvergütung zahlen. Im Rahmen des Projektes halte dann ein Ausbildungsbegleiter regelmäßig Kontakt zu dem Azubi und dem jeweiligen Betrieb. Der Coach erkenne die persönlichen oder fachliche Probleme und könne bei möglichen Konflikten in der Familie oder im Betrieb helfen.

Fachliche Unterstützung

Zusätzlich können die Azubis fachlich unterstützt werden: Ein Nachhilfelehrer steht Auberg zufolge neben der Arbeitszeit vier bis maximal neun Stunden in der Woche für Unterricht beispielsweise in Mathe oder Deutsch zur Verfügung. Darüber hinaus biete der Ausbildungsbegleiter den Betrieben bei Bedarf umfangreiche administrative Hilfen an, von der Anmeldung bei der Berufsschule oder zur Kammerprüfung bis zur Ausarbeitung individueller Ausbildungspläne.

Diplom-Pädagogin Sabine Bosse-Kasper koordiniert die Assistierte Ausbildung bei einem Bildungsträger: „Es ist schön, zu erleben, wie in ganz unterschiedlich gelagerten Problemlagen das Ruder mit der Assistierten Ausbildung herumgerissen wird.“ Dabei seien individuelle und flexible Lösungen gefragt, die nur gemeinsam mit den Teilnehmern und den Arbeitgebern gefunden werden könnten.

Ausreichend Assistenzen vorgesehen

Auberg ermuntert Auszubildende in Nöten sowie die heimischen Unternehmen, Beratung in Anspruch zu nehmen: „Es gibt mit Sicherheit viele Fälle, wo der Abbruch droht oder der Abschluss nicht erreichbar scheint. Auf der anderen Seite gibt es Unterstützungsmöglichkeiten wie die Assistierte Ausbildung, die oft gar nicht bekannt sind. Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln sind ausreichend Assistenzen vorgesehen, von denen Auszubildende und deren Arbeitgeber profitieren könnten.“

Auszubildende, die sich angesprochen fühlen und Hilfe brauchen, können sich über die kostenfreie Servicenummer 08 00 – 4 55 55 00 oder per E-Mail an Hameln.151-U25@arbeitsagentur.de an die Berufsberatung wenden. Auch Eltern und Berufsschullehrer können sich an die Arbeitsagentur wenden.

Interessierte Arbeitgeber, die sich bei ihrer Ausbildung unterstützen lassen möchten, werden gebeten sich mit ihrem persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service oder über die kostenfreie Arbeitgeber-Servicenummer 08 00 – 4 55 55 20 mit der Arbeitsagentur in Verbindung zu setzen. r

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