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Hitze macht den Bauern zu schaffen

Hohe Temperaturen Hitze macht den Bauern zu schaffen

Wenn die Temperaturen am Wochenende wieder auf Werte jenseits der 30 Grad klettern, ist ein schattiges Plätzchen für die schwitzenden Schaumburger goldwert. Doch sowohl die Pflanzen auf den Feldern als auch die Tiere in den Ställen haben wenig bis kaum Möglichkeiten, sich der Schwüle zu entziehen.

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Quelle: dpa

Landkreis (js). „Die Auswirkung der Hitze ist für das Getreide ist schon aufgrund der insgesamt trockenen Lage dramatisch“, sagt Kreislandwirt Cord Lattwesen. Die bisherige Dürre sei aufgrund der relativ kühlen Temperaturen erträglich gewesen. Doch jetzt könne im dehydrierten Boden der Nährstoffstrom der Wurzeln unterbrochen werden.
Gerade beim Weizen, der zwar schon weit gereift sei, sich aber gerade in der Phase der Kornfüllung befinde, könne das zu Problemen führen. „Dann gibt es womöglich nur kleinere Körner, die nicht voll ausgebildet sind“, so Lattwesen. Außerdem sorge ein für die Menschen angenehmer Wetter-Effekt für eine Verschärfung der Lage. „Durch den Ost-Wind haben wir Verdunstungsraten jenseits von Gut und Böse“, erklärt der Landwirt.
Auch die Unwetter von gestern Morgen seien in diesem Zusammenhang „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“. Mit solchen Wetterphänomenen müsse man leben „und einfach hoffen, dass es bald vorbei ist“, so Lattwesen weiter. Der Kreislandwirt befürchtet Umsatzeinbüßungen von etwa zehn Prozent, „und damit wären wir noch gut bedient.“
Landwirt Christoph Tecklenburg aus Luhden bewertet die Hitzewelle weniger dramatisch. „Pflanzenbaulich ist die Lage noch im Rahmen“, sagt er. Der Niederschlag vom vergangenen Wochenende sei „goldwert“ gewesen. Entsprechend könne das Getreide auf den Feldern die Hitze kompensieren. Allerdings müsse der Hitzeperiode unbedingt Regen folgen.
Bauer Dirk Rodenbeck hat dagegen etwas mehr Bedenken: „Die Natur hat ihre eigenen Regeln. Man kann nur vermuten, wie es weiter geht“, so der Geldorfer. Bis jetzt sei der Reifeprozess zwar gut verlaufen, aber „Geld kostet uns diese Hitze auf jeden Fall.“
Nicht nur dem Getreide macht die Wärmeperiode zu schaffen, auch die Tiere in den Ställen leiden unter den hohen Temperaturen. Vielerorts seien die Unterkünfte der Vierbeiner laut Lattwesen bereits modern und somit gut durchlüftet, so auch bei Bauer Tecklenburg. Aber: „Alles über 25 Grad ist nicht gut für unsere Kühe“, erklärt der Bauer aus Luhden. Die Tiere seien schwerfällig und die Milchleistung sinkt entsprechend.
Auch Schweine sind die Hitze nach Angaben von Landwirt Rodenbeck nicht gewohnt und würden sich derzeit kaum bewegen. „Außerdem nehmen sie weniger zu“, so der Landwirt. Allerdings würde sich die Nahrungsaufnahme in den Tagen nach der Hitze wieder intensivieren. „Wir wollen ja auch nicht immer jammern“, bekräftigt Rodenbeck. Denn immerhin hätten die warmen Temperaturen ja auch ihr Gutes: „Endlich schmeißen die Leute nach den kalten Monaten Mai und Juni wieder der Grill an.“

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