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Schulausschuss will IGS-Neubau

Politiker kritisieren Landrat Farr Schulausschuss will IGS-Neubau

Der Startschuss soll fallen: Der Schulausschuss des Kreistags hat mit überwältigender Mehrheit empfohlen, die Verwaltung mit der Planung eines IGS-Neubaus in Rinteln zu beauftragen.

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LANDKREIS. Heftige Kritik äußerte der Grünen-Abgeordnete Christoph Ochs. Die IGS solle nach derzeitigem Kenntnisstand ohne Mensa und Aula errichtet werden und ohne autarke Ausstattung mit Fachräumen. Vielmehr sollen Räumlichkeiten des benachbarten Gymnasiums Ernestinum mitgenutzt werden. Das werde „Konfliktpotenzial zwischen beiden Schulen hervorrufen“. Er plädiere hingegen für eine in vollem Umfang selbstständige IGS. Vor einigen Tagen hatte Ochs das Projekt öffentlich als „Billig-IGS“ bezeichnet (wir berichteten).

19,1 Millionen Euro Investitiosvolumen

Diese Kritik sei „völlig unverständlich“, erwiderte Richard Wilmers (WIR). Mit einem geplanten Investitionsvolumen von 19,1 Millionen Euro werde es sich „um das zweitteuerste Bauprojekt des Landkreises in den letzten 30 Jahren“ handeln. Die Nachbarschaft zum Gymnasium biete „gute Chancen einer Kooperation“. Auch Horst Sassenberg (CDU) konnte mit der Kritik von Ochs nichts anfangen: „Als die IGS in Stadthagen noch nicht fertig und auf Räume des benachbarten Wilhelm-Busch-Gymnasiums angewiesen war, hat das auch gut geklappt.“ Gabriele Willers (SPD) bezeichnete die Einwürfe von Ochs als „unsäglich, weil das die Eltern verunsichert“.

Schuldezernentin Katharina Augath verteidigte den Ansatz, auf Mensa und Aula zu verzichten. „Wenn es uns schon gelingt, in Zeiten knapper Kassen den Finanz-Haushältern so ein großes Projekt aus den Rippen zu leiern, dann kann es nicht die optimale Ausführung sein.“ Eine gemeinsame Nutzung von Aula und Mensa des Ernestinums könne gut gelingen, „da erwarten wir von den Schulen eine gewisse Flexibilität“. Bei den Fachräumen gebe es am Ernestinum „einen gewissen Überhang, der von der IGS genutzt werden kann“. Zudem werde die IGS aber auch entsprechend eigene Fachräume bekommen: „Wir schaffen eine vollwertige Schule, da kann jeder sicher sein.“

 Landrat Farr in der Kritik

Ochs monierte zudem, das Projekt sei von Landrat Jörg Farr (SPD) „im Hinterzimmer nur mit SPD und CDU abgestimmt worden“. Das sei „unfair“ gegenüber den kleinen Fraktionen. Dem stimmte Siegbert Held (WGS) zu. Vor dem Hintergrund, dass Farr sich auch mit dem Rintelner Bürgermeister und den dortigen großen Ratsfraktionen abgestimmt habe, attackierte er: „Der Landrat hält Gespräche mit den Vertretern Rintelns offenbar für wichtiger als mit den Kreispolitikern, die für einen Schulneubau zuständig sind“.

Sassenberg erwiderte, weil es um ein Gesamtpaket von IGS und Übertragung des Hallenbades an die Stadt Rinteln gehe, seien die Gespräche vor Ort erforderlich gewesen. Herwig Henke (SPD) fügte hinzu, es sei „wünschenswert, wenn das Problem des Hallenbades nach Jahrzehnten einer Lösung zugeführt wird“.

Am Ende stimmten SPD, CDU und WIR/FDP/Möller für den Planungsauftrag, Grüne und WGS enthielten sich. ssr

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