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„Ich gehöre jetzt wirklich dazu“

Landkreis / Beermann im Bundestag „Ich gehöre jetzt wirklich dazu“

Maik Beermann ist „von großer Ehrfurcht ergriffen“ worden. Völlig überraschend in letzter Minute in den Bundestag abgeordnet, stand der 31-jährige CDU-Politiker aus Wendenborstel am Dienstag vor dem Reichstagsgebäude mit dem Schriftzug „Dem deutschen Volke“.

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Von Angesicht zu Angesicht: In seiner ersten Fraktionssitzung nimmt Maik Beermann gegenüber von Angela Merkel und Volker Kauder Platz.

Quelle: pr.

Landkreis. Erst da sei ihm so richtig klar geworden: „In dieser Verantwortung darf ich in den kommenden vier Jahren an der Willensbildung und Gesetzgebung aktiv mitwirken.“

 „Es ist unheimlich viel auf mich eingeprasselt“, beschrieb der Parlamentsneuling im SN-Gespräch seine ersten Stunden im Bundestag. Den Vormittag des Dienstags hatte Beermann im Büro seines Freundes Axel Knoerig, direkt gewählter CDU-Abgeordneter aus dem Wahlkreis Nienburg-Diepholz, Unterschlupf gefunden. Dort gab es Gelegenheit, E-Mails zu beantworten und Telefonate zu führen. Zudem wurde ihm gleich die „sogenannte Bibel des Bundestages“ in die Hand gedrückt, das umfassende Telefon- und Kontaktverzeichnis des Parlaments.

 Am frühen Nachmittag die erste Sitzung für den Newcomer: Platz nahm der Sparkassenkaufmann in der „Arbeitnehmergruppe“ der CDU-Fraktion. Als Mitglied der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft hatte er umgehend eine Einladung zur konstituierenden Sitzung bekommen. „Die Landkreise Schaumburg und Nienburg sind von zahlreichen mittelständischen Betrieben geprägt, da will ich mich um die Belange der Arbeitnehmerschaft kümmern“, begründete Beermann seine Positionierung.

 Leichte Irritationen dann vor der Fraktionssitzung: „In der Anwesenheitsliste stand mein Name nicht da, wo er hingehörte.“ Diese Verzögerung führte dazu, dass der Neuling leicht verspätet in den Fraktionssaal kam. „Offensichtlich füllt sich die erste Reihe immer erst zum Schluss“, erzählte Beermann, „jedenfalls waren die Plätze direkt vor Fraktionschef Volker Kauder und Bundeskanzlerin Angela Merkel noch frei.“ Prompt nahm Beermann dort Platz – „ein tolles Gefühl“. Als die Zettel für die Wahl des Fraktionschefs verteilt wurden, „da wurde mir erst so richtig bewusst: Ich gehöre jetzt wirklich dazu.“

 Eine abendliche, kleine Sitzungsrunde mit den neuen niedersächsischen CDU-Abgeordneten rundete den Dienstag ab. Während einer Zusammenkunft in der Bundestagsverwaltung am Mittwoch wurde dem Neuling noch etwas völlig Neues klar: „Ich bin jetzt Arbeitgeber.“ Mitarbeiter für sein Bundestagsbüro sind zu suchen. „Jetzt muss ich auch Gehaltsverhandlungen führen.“ Viele Bewerbungen lägen ihm schon vor, vor allem von Mitarbeitern ehemaliger FDP-Abgeordneter. ssr

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