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Immer mehr Sonne in der Leitung

Solarstrom für Eigenverbrauch lohnenswert Immer mehr Sonne in der Leitung

Liefert Photovoltaik (PV) bereits relevante Beiträge zur Stromversorgung in Deutschland? Laut eines Berichtes des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) ja.

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Die Bürgersolaranlage in Deckbergen erzeugt rund eine Million Kilowattstunden pro Jahr. 

Quelle: pr.

Landkreis. Auch in Schaumburg hat die Energie aus der Sonnenkraft einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an der Energieproduktion.

Im Landkreis gibt es unterschiedliche Modelle der Produktion von Solarstrom. Die Kreisverwaltung bietet privaten Investoren die Möglichkeit, Flächen für Solarzellen auf kreiseigenen Gebäuden pachtfrei zu nutzen. Bislang wurden auf den Dächern der Integrierten Gesamtschule (IGS) Helpsen, des Gymnasiums Bad Nenndorf, des Wilhelm-Busch- und des Ratsgymnasiums in Stadthagen sowie des Gymnasiums Adolfinum in Bückeburg und im Solarpark in Rodenberg Anlagen installiert. Der dort produzierte Strom wird vom Landkreis Schaumburg abgenommen. Und auch weiteres Potenzial sei vorhanden, so die Verwaltung.

Den eigenen Verbrauch decken

In Rinteln und im Auetal verzeichnen die Stadtwerke Rinteln sogar einen leichten Anstieg der Photovoltaikanlagen. „Die Anzahl der Kleinanlagen steigt stetig“, sagt Thomas Sewald. Nach Angaben des technischen Leiters der Stadtwerke Rinteln lohnen sich die Anlagen vor allem, um den eigenen Verbrauch zu decken. Dies bezöge sich nicht nur auf private Nutzer, sondern auch auf den Bereich der Landwirtschaft und der Gewerbebetriebe.

Eine gute Resonanz erzielten die Stadtwerke Rinteln auch mit dem Bürgersolarpark in Deckbergen. An diesem konnten sich außer den Stadtwerken auch die Kunden der Stadtwerke sowie örtliche Kreditinstitute beteiligen. Die Anlage erzeugt laut Sewald jährlich rund eine Million Kilowattstunden.
Eine Ausweitung des Gemeinschaftsprojektes sei nicht möglich. Gestiegene Anforderungen an die Betreiber seien der Grund. „Wir haben zwar nach wie vor Anfragen, aber diesen Verwaltungsmoloch tun wir uns nicht mehr an.“

"Kleine Anlagen lohnen sich"

Der Zukunft der Solarenergie sieht Sewald dennoch positiv entgegen. „Besonders kleine Anlagen lohnen sich.“ Als verbesserungswürdig sieht der technische Leiter die Speicherung in Batterien. „Leider sind diese Speicher technisch sehr aufwendig und noch teuer.“ So komme es immer wieder dazu, dass die erzeugte Energie zwar für den Tagesbedarf ausreiche, aber bis zum Abend nicht gespeichert werden könne. Deshalb müssen private Nutzer derzeit abends noch Strom zukaufen.

Die Idee der Bürgersolaranlage befürwortet auch Manfred Görg. Der Vorsitzende des Vereins Bürgerenergiewende Schaumburg hält die Form der Stromerzeugung auf großen Flächeneinheiten für sinnvoll: „Die Solarenergie ist zehn- bis 20-mal effizienter als Bioenergie.“ Anstelle des Maisanbaus könne man diese Flächen auch für Solaranlagen nutzen. Als negativ sieht Görg den Rückgang der Fördermöglichkeiten an, die den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energieform deutlich dämpfen.
Auch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe sind dem Thema Photovoltaikanlagen gegenüber offen. Derzeit gibt es nach Auskunft eines Sprechers aber noch kein konkretes Projekt in diesem Bereich.

Der "große Boom" ist abgeebbt

Jedoch: Wirtschaftlich attraktiv seien PV-Anlagen nicht grundsätzlich. Ähnlich beschreibt auch Nils Althoff vom Energiemanagement des Landkreises die aktuelle Situation. Aufgrund der geringen Einspeisevergütung und Förderung sei der „große Boom“ im Bereich der Solarenergie abgeebbt. Interessant ist der Sonnenstrom nach Worten von Sewald hingegen beim Eigenverbrauch, da eine Kilowattstunde mehr als 25 Cent koste. vr, tbh

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