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Immer mehr setzen auf Plan B

Landkreis / Wahl Immer mehr setzen auf Plan B

Einst war sie nur als Ausweichmöglichkeit gedacht: die Briefwahl. Bürger mussten sogar Gründe nennen, wenn sie statt zur Wahlurne zum Briefkasten gingen oder den Wahlschein vor dem betreffenden Sonntag bei der Verwaltung abgaben.

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Wer am Sonntag nicht ins Wahllokal möchte, kann trotzdem wählen – per Brief.

Quelle: dpa

Von Axel Wagner 

Landkreis. Inzwischen aber nutzen immer mehr Menschen diese Möglichkeit. 4,9 Prozent der Wähler nahmen laut dpa 1957 bundesweit per Brief an der Bundestagswahl teil. Vor vier Jahren lag der Anteil bei 21,9 Prozent – Tendenz steigend, auch in Schaumburg, und das, obwohl die Zahl der Wahlberechtigten im Wahlkreis eher sinkt. Stadthagen

 In gingen bis Ende vergangener Woche 1846 Briefwahlanträge ein. Zum Vergleich: 2009 waren es insgesamt 1692. Lindhorst

 Die Samtgemeinde kam am Mittwoch auf 735 Briefwähler (2009: 728). Rodenberg

 In gingen bis Mittwoch 1839 Anträge ein (2009: 1795). Sachsenhagen

 Die Samtgemeinde kommt auf 1145 Wähler, die bis Dienstag ihre Stimme per Post abgegeben haben, 35 mehr als im gesamten Zeitraum vor vier Jahren. Niedernwöhren

 782 Briefwähler zählt die Samtgemeinde bis einschließlich Donnerstag. 2009 hatten 731 Wahlberechtigte diese Möglichkeit genutzt. Nienstädt

 Die Samtgemeinde zählte bis Dienstag 903 Briefwahlanträge (2009: 800). Nenndorf

 Auch die Samtgemeinde liegt bereits über dem Vorjahreswert. 2078 Bürger haben dort die Briefwahl bis zum Donnerstag genutzt (2009: 2053). Bückeburg

 Das gleiche Bild im Südkreis: Bei der Stadtverwaltung sind bis Dienstag 2300 Anträge eingegangen, vor vier Jahren waren es nur 2235. Rinteln

 liegt als einzige Stadt noch leicht unter dem Wert der vorangegangenen Bundestagswahl. 2812 Briefwähler wurden hier bis Mittwoch registriert, 39 weniger als 2009. Obernkirchen

 In haben bis Donnerstag 960 Briefwähler ihre Stimme abgegeben, fünf mehr als vor vier Jahren. Auetal

 Der Gemeinde liegen bislang 680 Anträge vor. Zwar konnte die Verwaltung keinen Vergleichswert nennen, aber der Trend ist auch dort klar. Weg von der Wahlurne, hin zum Briefkasten.

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