Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Immer weniger „Hartz IV“-Empfänger

Landkreis / Job-Center Immer weniger „Hartz IV“-Empfänger

Die Kurve geht weiter nach unten: Die Zahl der erwerbsfähigen „Hartz IV“-Empfänger in Schaumburg hat – wie schon seit 2005 – auch im laufenden Jahr leicht aber stetig abgenommen. Das hat der Leiter des Schaumburger Job-Centers, Bernd Dittmer, während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses des Kreistags berichtet.

Voriger Artikel
Zeitung von Schülern für Schüler
Nächster Artikel
Becker attestiert „Begründungsnotstand“

Landkreis (ssr). Demnach gibt es kreisweit aktuell knapp 8 400 erwerbsfähige „Hartz IV“-Empfänger. Zu Jahresbeginn waren es noch 8 766 gewesen. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 waren hier noch 10 532 erwerbsfähige Personen auf „Hartz IV“ angewiesen. Dittmer führte dies unter anderem auf die seit Ende 2009 deutlich verbesserte Konjunktur die Wirksamkeit von Integrationsmaßnahmen zurück.

Auffallend sei, dass in Schaumburg derzeit 2 374 Personen Zahlungen aus „Hartz IV“ erhielten, obwohl diese in Lohn und Brot stünden – das sei immerhin deutlich mehr als ein Viertel aller Empfänger. „Deren Erwerbseinkommen reicht also nicht aus, um das Niveau der Grundsicherung zu erreichen“, führte Dittmer aus.

„Hartz IV“-Leistungen erhielten in vollem Umfang zudem kreisweit aktuell 3 585 nicht erwerbsfähige Personen. Alles in allem von „Hartz IV“ betroffen seien in Schaumburg 6 247 so genannte „Bedarfsgemeinschaften“, rechnete der Job-Center-Leiter vor.
An klassischem Arbeitslosengeld II wird das hiesige Job-Center in 2012 nach Angaben Dittmers rund 26,2 Millionen Euro auszahlen, das sind 730 000 Euro weniger als im Vorjahr. Auch die Hilfeleistungen für Unterkunft und Heizung seien im selben Zeitraum gefallen, nämlich von 24,2 auf 23,7 Millionen Euro. An Verwaltungskosten seien im laufenden Jahr rund 8,5 Millionen Euro angefallen.

Dittmer bedauerte, dass die Zuteilung so genannter „Eingliederungsleistungen“ für das hiesige Job-Center vom Bundearbeitsministerium von 2011 auf 2012 um 1,5 auf 5,6 Millionen Euro abgesenkt worden sei. Im kommenden Jahr sei „leider“ eine weitere Reduzierung auf 4,7 Millionen Euro geplant. Mit Mitteln aus diesem Finanztopf können Job-Center Maßnahmen organisieren, mit denen Langzeitarbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt eingefädelt werden sollen. Wiederholt hatte in jüngerer Zeit auch Llandrat Jörg Farr kritisiert, gerade angesichts des derzeit „vergleichsweise aufnahmefähigen Arbeitsmarktes“ wären auf diesem Sektor eigentlich gesteigerte Anstregungen sinnvoll.

Als bisher erfolgreich bezeichnete Kreissozialdezernent Klaus Heimann die Übernahme der alleinigen Verantwortung des Landkreises für das Job-Center zu Jahresbeginn: „Wir liegen in allen Punkten voll im Soll.“ Gewisse Anlaufprobleme seien von vorne herein zu erwarten gewesen. Die Begleitung durch die Landesbehörden sei gut, lobte Heimann.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg