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In die richtige Richtung

Jobcenter zieht bei „JobKompass“ positive Zwischenbilanz: Vermittlungsquote bei rund 44 Prozent In die richtige Richtung

Nach neun Monaten ziehen die Verantwortlichen beim Jobcenter Schaumburg in Sachen „JobKompass“ ein positives Zwischenfazit. Nach Angaben von Jobcenter-Leiter Bernd Dittmer haben mehr als 60 Prozent der Absolventen des Programms den Weg in einen sozialversicherungspflichtigen Job gefunden. Insgesamt 103 Langzeitarbeitslose hätten so den Weg zurück ins Berufsleben geschafft.

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Quelle: pr.

Landkreis. . „Darunter sind nicht nur Helfertätigkeiten“, betont Dittmer, auch „Arbeitsplätze, für die eine abgeschlossene Berufsausbildung notwendig ist, gehören dazu.“ Dies ist aus seiner Sicht eine „richtig gute Quote“, auch wenn diese auf die Gesamtteilnehmerzahl umgerechnet bei 44 Prozent liege.

Seit dem Start des Programms haben es 235 Jobsuchende abgeschlossen. „Wir schicken in erster Linie Erstantragssteller, die keine offensichtlichen Hemmnisse bei der Vermittlung haben, zum ,JobKompass‘“, führt der Jobcenter-Chef aus.

Die Teilnehmer werden dann laut Dittmer 32 Tage lang von vier Coaches in vier Gruppen intensiv bei der Suche nach einem Arbeitsplatz unterstützt. Da die Gruppen jeweils halbtags arbeiten, stehen zwei Begleiter für jede Sitzung zur Verfügung. „Der Ansatz ist dabei das Werkakademie-Modell, das wir aus den Niederlanden übernommen haben. Die Coaches versuchen dabei, die Stärken der Langzeitarbeitslosen herauszukitzeln.“ Zugleich sollen den Teilnehmern auch neue Perspektiven aufgezeigt werden, wenn sich ein anvisierter Berufswunsch nicht realisieren lasse. Dazu gehöre auch, dass das Interesse für verwandte Tätigkeitsfelder geweckt werde oder andere Teilnehmer ihre Ideen einbringen. „Es haben sich immer wieder gruppendynamische Effekte eingestellt.“

Doch auch in anderer Hinsicht zahlt sich laut Dittmer die enge Begleitung aus. So werden etwa Bewerbungsunterlagen ohne große Verzögerung abgeschickt. „Wir haben Mappen, Drucker, Umschläge und Papier vor Ort, sodass die Schreiben sofort eingetütet werden können.“

Als Erfolgsbeispiel sieht der Jobcenter-Leiter die Geschichte eines jungen Bückeburgers, der mithilfe des „JobKompasses“ seinem Berufswunsch Tierpfleger ein großes Stück näher gekommen ist. Dieser habe mittlerweile im Kfreis Minden-Lübbecke eine entsprechende Ausbildung begonnen. „Zwei bis drei Wochen nach dem Start hat er sich aus dem Programm verabschieden können.“

Der engen Betreuung und den komfortablen Voraussetzungen für die Bewerbung zum Trotz gebe es jedoch nicht immer Erfolgsmeldungen. So treten bei einigen Langzeitarbeitslosen bisweilen erst im Verlauf des Programms etwaige Hemmnisse in Sachen Vermittlung auf. Zudem gelinge es nicht, alle Hartz-IV-Empfänger in Lohn und Brot zu bringen.

bes

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