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Inklusionsnetzwerk eröffnet Zentralstelle

Schaumburg Inklusionsnetzwerk eröffnet Zentralstelle

Die ersten Kooperationspartner sind gefunden, am Dienstag nimmt das Inklusionsnetzwerk Schaumburg die Arbeit in der neuen Zentralstelle in Stadthagen auf.

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Sabrina Grimpe (von links), Christoph Bärwinkel, Sunita Schwarz, Andreas Landmann und Dorothea Kaiser haben die Plätze im neuen Inklusionsbüro an der Querstraße in Stadthagen eingenommen.

Quelle: tbh

Landkreis. Die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt ist oftmals keine leichte Aufgabe, aber eine Herausforderung, der sich das von der gemeinnützigen Hof Windheim GmbH ins Leben gerufene Inklusionsnetzwerk Schaumburg stellen möchte. Ein Projekt, „das es in Niedersachsen in dieser Größe noch nicht gegeben hat“, wie Andreas Landmann, Geschäftsführer des Hof Windheim betont.

Gemeinsam mit Netzwerkkoordinatorin Sunita Schwarz und den Mitarbeitern Christoph Bärwinkel, Sabrina Grimpe und Dorothea Kaiser hat Landmann es sich zur Aufgabe gemacht, Arbeitgeber in Schaumburg über die Fähigkeiten und Stärken von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt zu informieren und Unternehmen, Organisationen, Vereine sowie Politik und Verwaltung miteinander zu vernetzten. „Wir möchten über den Dialog Inklusion nach Stadthagen und in den Landkreis transportieren“, erklärt Schwarz.

Für ihre Arbeit sind die Mitarbeiter des Inklusionsnetzwerkes auf Förderung angewiesen. Mit 250000 Euro für Personalkosten unterstützt die „Aktion Mensch“ das Projekt. Vom Landkreis gab es zum Bedauern von Landmann bislang keine Hilfe: „Wir haben dem Ersten Kreisrat signalisiert, dass es sich dabei um das erste Pilotprojekt seiner Art in Niedersachsen handelt, aber außer wohlwollender Worte gab es keine Unterstützung.“

Das Inklusionsbüro an der Querstraße 12a wurde innerhalb von einem Monat renoviert und barrierefrei umgebaut. Finanzieren musste der Hof Windheim den Umbau vorwiegend aus Eigenmitteln und über Zuschüsse von Förderern. Ebenerdige Eingänge, behindertengerechte Toiletten – es gab einiges zu tun in den Räumlichkeiten in der Stadthäger Innenstadt, denn auch beim Inklusionsnetzwerk arbeiten Menschen mit Behinderung. Bärwinkel, der auch dem Kreisbehindertenrat angehört, ist beispielsweise darauf angewiesen, die Büroräume mit seinem Rollstuhl erreichen zu können. „Wir möchten hier Menschen, die etwas mit dem Thema zu tun haben, verbinden“, erläutert Schwarz den Zweck der neuen Anlaufstelle.

Während der dreijährigen Projektphase steht noch eine Menge Arbeit an. „Viele Betriebe zahlen Ausgleichsabgaben, um Menschen mit Behinderung nicht einstellen zu müssen“, weiß Bärwinkel. Das Problem aus Sicht von Grimpe: Unternehmen würden oftmals auf Fähigkeiten und Begabungen von Mitarbeitern verzichten, wenn sie Menschen nur auf ihre Behinderung reduzieren.

Mit Informationsveranstaltungen und individueller Beratung von Arbeitgebern möchten die Mitarbeiter des Inklusionsnetzwerkes das ändern. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.inklusionsnetz.de. Telefonisch ist das Netzwerk unter (05721) 9395444 zu erreichen. tbh

 Sabrina Grimpe (von links), Christoph Bärwinkel, Sunita Schwarz, Andreas Landmann und Dorothea Kaiser haben die Plätze im neuen Inklusionsbüro in Stadthagen eingenommen.

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