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Innerhalb einer Woche weltweit bekannt

110 Weihnachtsbäume in Volksen Innerhalb einer Woche weltweit bekannt

Irgendwann nach dem fünften Besuch eines Fernseh-Teams, nach verschiedenen Radiosendungen, Fototerminen und unzähligen Anrufen, hatte Thomas Jeromin genug. „Ich habe die unzähligen Anfragen dann nicht mehr beantwortet“, erzählt er. „Das wurde zu viel.“ Und das alles, weil er 110 Weihnachtsbäume in seinem Haus in Volksen stehen hat.

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Susanne und Thomas Jeromin leben in Volksen, in einem Haus mit 110 Weihnachtsbäumen und 16 000 Baumkugeln.

Quelle: mld

VOLKSEN. Na gut, kann man denken – das ist schon wirklich etwas Besonderes. Vor allem, wenn man mal zu Besuch war.

Egal, wohin man sieht: Überall leuchtet, blinkt und funkelt es. 110 Bäume auf knapp 100 Quadratmetern, 16000 Weihnachtsbaumkugeln, dazu unzählige Schneekugeln, Anhänger, Lichterketten, Girlanden, Fensterbilder – wenn Thomas Jeromin weihnachtlich dekoriert, dann macht er das richtig.

Das entging den Medien nicht. Im vergangenen Jahr berichtete unsere Zeitung schon über den Volksener und seine außergewöhnliche Leidenschaft. Damals waren es „nur“ 80 Bäume, die er ab Oktober zu schmücken begann.

In diesem Jahr begann alles mit dem Norddeutschen Rundfunk. Zwei Bekannte hatten den NDR auf Jeromin aufmerksam gemacht – einmal den NDR Niedersachsen, einmal den in Hamburg. Der in Niedersachsen meldete sich irgendwann zurück, „Hallo Niedersachsen“ berichtete, vorher stand es schon auf der sendereigenen Internetseite – und schon gab es für den Medientrubel kein Halten mehr.

„Ich kam zurück von der Arbeit und hatte 20 verpasste Anrufe zu Hause“, erzählt der Koch. „Und danach ging das nonstop weiter.“

Am vergangenen Montag kam die Deutsche Presse-Agentur (dpa), deren Dienste Verlage in ganz Deutschland abonniert haben. „Mit dem Besuch der dpa wurde deutschlandweit über uns berichtet“, erzählen Susanne und Thomas Jeromin. Es meldeten sich auch Fernsehteams, unter anderem für Sat.1 und RTL.

150 Weihnachtsbäume mindestens

Weltweit wurden die Berichte schließlich mit dem Bericht der internationalen Nachrichtenagentur Reuters. Berichte erschienen unter anderem in Großbritannien (Daily Mail), USA (Huffington Post, ABC News), Australien, Russland…

„Nächstes Jahr sollte ich vielleicht Eintritt nehmen“, witzelt Thomas Jeromin. Der Medientrubel hält ihn nicht davon ab, das Dekorieren sein zu lassen. Im Gegenteil: Er will mehr. „150 Bäume mindestens“, sagt er. Ehefrau Susanne verdreht die Augen, lächelt aber.

Wenn man durchs Haus geht, kann man nur bewundern, mit welcher Liebe zum Detail jeder Zentimeter weihnachtlich geschmückt ist. Jeder Baum hat ein eigenes Motto: Es gibt einen mit gesandeten Kugeln, mit Lebkuchen-Anhängern, einen rosafarbenen Baum mit schwarzen Anhängern – gehört Tochter Laura –, sogar einen Oster-Baum. Zu Ostern selber wird aber kaum geschmückt.

„Meine Frauen achten schon darauf, dass alles gut aussieht“, sagt Thomas Jeromin und meint damit seine Frau und seine Tochter. Den Weihnachtsschmuck haben die Jeromins teilweise schon lange bei sich, bekommen ihn teilweise von Nachbarn oder aber von Fremden zugeschickt, etwa sehr alte Kugeln von einer Frau aus Dresden.

Manche Deko wird neu gekauft. Im Einrichtungsladen „Depot“ etwa bekommen die Jeromins immer die neuesten Weihnachts-Kollektionen gezeigt. Bei Ikea sucht Thomas Jeromin auch im Sommer nach Weihnachtsschmuck. „Wenn es welchen gibt, finde ich ihn auch“, sagt er.

Während die Reporterin vor Ort ist, fällt ein Baum um – hoffentlich eher durch Zufall als durch Verschulden –, die gläserne Spitze und einige Kugeln zerbrechen. Es war der Baum mit Batman-Motiven.

Doch bei Thomas Jeromin kommt nichts weg: Es gibt eine eigene Schale für kaputte Weihnachtsdeko. Die steht im Wohnzimmer, ist beleuchtet mit einer Lichterkette – und sieht wirklich sehr hübsch aus.

Anfang Januar kommt die Deko zurück in die Kartons, und die Bäume auf den Dachboden. „Davon benutze ich derzeit nur ein Sechstel“, sagt Jeromin. Und lächelt. „Es gibt also noch viel Platz!“ mld

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