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Jäger und Landwirte suchen gemeinsame Lösung

Mähvorgang ändern Jäger und Landwirte suchen gemeinsame Lösung

Auf den Schutz von Wildtieren zielt eine neue Initiative der Kreisjägerschaft ab, die jetzt in Scheie vorgestellt worden ist.

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Reinhold Siegmann (von rechts), Helma Hartmann-Grolm, Hermann Platte, Thomas Vauth, Uwe Drinkhut, Jürgen Kirchhoff, Werner Dehne, Friedrich Meyer und Katharina Sassenberg haben unter anderem über tierschonendes Mähen gesprochen.

Quelle: bus

Landkreis/Schei. Wie Vertreter der Kreisjägerschaft gegenüber in der Bückeburger Niederung aktiven Landwirten zu verstehen gaben, soll die Aktion dazu beitragen, die Interessen von Bauern und Lohnunternehmen mit den Hegebemühungen der Waidleute auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Im Mittelpunkt der Initiative steht die Veränderung der Fahr- und Arbeitstechnik beim Mähen von Feldern und Wiesen.

 Für die Kreisjägerschaft bezogen Hermann Platte (Vorsitzender), Helma Hartmann-Grolm (2. Vorsitzende und stellvertretende Landrätin), Katharina Sassenberg (Geschäftsführerin) und Kreisjägermeister Reinhold Siegmann Stellung. Die Landwirtschaft wurde von Friedrich Meyer, Werner Dehne, Jürgen Kirchhoff und Uwe Drinkhut repräsentiert. Thomas Vauth, Landwirt und Vorsitzender des Mittellandkanal-Hegerings, zeichnete für die Moderation der Gesprächsrunde verantwortlich.

 „Der Mähtod von Wildtieren ist niemandem gleichgültig“, stellte Vauth einvernehmlich fest. Verständlicherweise stehe die Landwirtschaft unterdessen Arbeitsverfahren, die zusätzlich Zeit und somit Geld kosten, zurückhaltend gegenüber. Wildtierschonend zu mähen sei indes nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Futterhygiene auch für den Landwirt von hoher Bedeutung.

 Bislang gilt vielerorts die Methode „von außen nach innen“ als Standard. Bei dieser Technik werden den Schilderungen der Experten zufolge die Fluchtmöglichkeiten von Tieren wie Rehwild, Hasen und Bodenbrütern stark eingeschränkt. Sie werden gewissermaßen in einer Insel eingefangen. Beim Mähen von innen nach außen erhält das Wild die Chance, die Parzelle frühzeitig zu verlassen.

 Die Fachleute plädierten zudem für die Schaffung und Erhaltung von Rückzugsräumen, die ebenfalls zum Schutz von in der freien Feldflur lebenden Tieren beitragen können. Zum Erfolg der Initiative sollen 3000 Aufkleber beitragen, die Landwirte und Lohnunternehmen als Gedächtnisstützen an ihren Fahrzeugen anbringen können.

 Der Bundesverband Lohnunternehmen, der Bundesverband der Maschinenringe, der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Jagdschutzverband empfehlen in diesem Zusammenhang in einer gemeinsamen Veröffentlichung, Mähtermine mindestens 24 Stunden vor Beginn mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung zu unternehmen.

 Effektive Wildtierrettung beginne bereits vor der Mahd, erläutern die Verbände. Wichtig sei überdies, die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Bei der Ernte von Ganzpflanzensilage verspreche darüber hinaus die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter zusätzlichen Erfolg – gerade bei sich instinktiv duckenden Rehkitzen. bus

Kreisjägerschaft

Die Jägerschaft Schaumburg ist zuständig für eine bejagbare Fläche von rund 60.000 Hektar. Die Jagdfläche setzt sich aus rund 20.000 Hektar Wald sowie rund 40.000 Hektar Feld und Wiese zusammen. Der Kreisjägerschaft gehören mehr als 800 Mitglieder an, die sich in neun Hegeringen um 154 Jagdbezirke respektive Reviere kümmern.

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