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Jede zweite Maßnahme ist mangelhaft

Ausgleichsflächen Jede zweite Maßnahme ist mangelhaft

Wer bei einem Bauvorhaben Flächen versiegelt oder sonst in die Natur eingreift, ist gesetzlich zu ökologischen Ausgleichsmaßnahmen verpflichtet. Ob sie sachgerecht ausgeführt werden, das kontrolliert die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises.

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Wer baut, muss für einen Ausgleich für Flora und Fauna sorgen. dpa

Landkreis. Bei jedem zweiten Fall stellen die Mitarbeiter dieser Behörde eine mangelhafte Umsetzung fest. Das hat deren Leiterin Martina Engelking auf Anfrage berichtet: „Wir teilen den Bauherren dann genau mit, was nachgebessert werden muss.“ In aller Regel funktioniere die Umsetzung als Folge davon in einem angemessenen Zeitrahmen. „Ich kann mich bisher noch an keinen Fall erinnern, bei dem wir letzten Endes Zwangsmaßnahmen hätten ergreifen müssen.“Bei ökologischen Ausgleichsmaßnahmen müssen Flächen in ihrer Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen oder für das Landschaftsbild verbessert werden. Dabei kann es sich beispielsweise um die Begrünung der Außenseiten einer Halle oder das Anpflanzen einer Hecke handeln. In größerem Maßstab sind etwa die Erweiterung oder das Anlegen einer Obstwiese oder die Renaturierung eines Baches denkbar.Um stets einen Überblick über die entsprechenden Projekte zu haben und eine wirksame Kontrolle ausüben zu können, führt die Untere Naturschutzbehörde ein sogenanntes Ausgleichsflächen-Kataster. Dazu ist die Behörde seit 2013 durch ein Landesgesetz verpflichtet. Gleichwohl gehört Schaumburg niedersachsenweit zu nur wenigen Landkreisen, die dieses Kataster bereits haben, wie eine NDR-Umfrage ergeben hat. „Natürlich befindet sich das digitale Kataster auch bei uns erst noch im Aufbau, wir pflegen nach und nach die vor 2013 entstandenen Flächen ein“, schildert Engelking. Insgesamt sind kreisweit 70 Areale mit einer Gesamtfläche von 22 Hektar erfasst. 80 Prozent dieser Flächen sind bereits einmal kontrolliert worden.Die Erstellung des Katasters ist ein mühsames Geschäft, denn die Kreisverwaltung ist nicht an allen Baugenehmigungen kreisweit beteiligt. Teilweise sind andere Genehmigungsbehörden zuständig, wie etwa das Gewerbeaufsichtsamt oder die Landesbehörde für Straßenbau. Diese sind zwar verpflichtet, die verordneten Ausgleichsmaßnahmen an die Untere Naturschutzbehörde zu melden, „aber da sist noch Luft nach oben“, weiß Engelking aus der Praxis zu berichten. ssr

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