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Jeder elfte Schaumburger hat einen Nebenjob

Nach Feierabend ist noch nicht Schluss Jeder elfte Schaumburger hat einen Nebenjob

Mehr als 3600 Schaumburger hatten im vergangenen Jahr einen Nebenjob. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Damit war für jeden Elften der rund 41 700 Arbeitnehmer im Landkreis auch nach Feierabend noch nicht Schluss, sie kellnerten, putzten oder verdienten auf andere Weise etwas hinzu, wie aus einer aktuellen Erhebung der Agentur für Arbeit hervorgeht.

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Vor allem Frauen gehen in Schaumburg häufig einer Nebenbeschäftigung nach, um ihr Einkommen aufzubessern. 

Quelle: dpa

Landkreis (bes). Nach Angaben von Cornelia Kurth, der Leiterin der beiden Agentur-Geschäftsstellen in Stadthagen und Rinteln, sind es nicht allein 450-Euro-Jobs, denen die Betroffenen nachgehen. Unter den Männern und Frauen seien auch nebenberuflich Selbstständige. Auch das Spektrum der Tätigkeiten ist Kurth zufolge breit.
In Schaumburg haben insbesondere Frauen einen Nebenjob. Deren Anteil lag mit mehr als 2200 bei rund 61 Prozent. Im Vergleich zu 2013 nahm die Zahl der Frauen mit einem Nebenjob und 77 zu, bei den Männern kamen 76 hinzu. Ihr Wert lag Ende 2014 bei rund 1400 Betroffenen.
Eine kontinuierliche Steigerung registrierten die Experten der Agentur für Arbeit auch in der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen. Bei ihnen kletterte der Wert um fast zwölf Prozent auf 576. Damit machen sie rund 16 Prozent an der Gesamtzahl der Nebenjobber aus.
„Wir haben bei unseren Beratungsgesprächen den gleichen Trend festgestellt“, sagt Winfried Lange, Vorsitzender des Schaumburger Kreisverbandes des Sozialverbandes Deutschland (SoVD). Das Einkommen der Betroffenen reiche oftmals nicht aus, „um über die Runden zu kommen“. Manche Männer und Frauen haben sogar zwei Nebenjobs, um sich über Wasser zu halten. „In dieser Altersgruppe haben viele Männer und Frauen noch die Ansicht, dass sie auf keinen Fall dem Staat auf der Tasche liegen wollen“, so Lange weiter. Aus „diesem hohen moralischen“ Ansatz arbeiten sie lieber, als finanzielle Unterstützung bei den zuständigen Behörden zu beantragen. Der SoVD-Kreischef geht davon aus, dass die Zahl der Nebenjobber in der Altersgruppe 55 bis 65 Jahre in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird.
Doch auch bei den Rentnern gebe es einen Anstieg an Arbeitnehmern, ergänzt Lange. Dabei gehe es nicht nur darum, das Leben so fortzuführen wie zu Zeiten der Erwerbstätigkeit, auch bei Pensionären drücke immer öfter der Schuh.
Bei den Männern und Frauen unter 25 Jahren haben die Statistiker der Agentur für Arbeit zehn Prozent an Nebenjobbern registriert. Allerdings war die Zahl im Jahr 2014 starken Schwankungen unterworfen. Waren es im September noch fast 400, lag die Zahl im Juni noch bei knapp über 300. Über das gesamte Jahr betrachtet gab es aber auch bei ihnen einen leichten Anstieg zu verzeichnen.

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