Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
„Jederzeit ein Arzt präsent“

Verlegung der Bereitschaftspraxis „Jederzeit ein Arzt präsent“

Die geplante Verlegung der kassenärztlichen Bereitschaftspraxis von Stadthagen ans neue Gesamtklinikum nach Vehlen hat aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) einen entscheidenden Vorteil. Der KVN-Vorsitzende reagiert damit auf die zuletzt laut gewordene Kritik an den Plänen.

Voriger Artikel
Weil spricht zum Thema Flüchtlingsnot
Nächster Artikel
Blindow-Schule informiert über Ausbildung
Quelle: Symbolfoto

Landkreis. Im Unterschied zur jetzigen Regelung werde dann nämlich „jederzeit ein Arzt präsent sein“. Das hat Dr. Peter Kalbe, Vorsitzender des hiesigen KVN-Bezirksausschusses, auf Anfrage versichert: „Die Patienten wissen dann zuverlässig, wo sie einen ärztlichen Bereitschaftsdienst vorfinden.“ Die jetzige Bereitschaftspraxis an der Stadthäger Bahnhofstraße ist hingegen nur zeitweilig besetzt.

Geplant ist nach den Worten von Kalbe, dass in Vehlen insbesondere in den Stoßzeiten der Bereitschaftspraxis, also wenn die Arztpraxen geschlossen sind, ein niedergelassener Arzt Dienst tut. In Zeiten, wo dies nicht der Fall ist, werden laut Kalbe „Ärzte des Gesamtklinikums die Bereitschaftsversorgung sicherstellen“. Das solle durch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Träger des Klinikums sichergestellt werden.

Die Verlegung nach Vehlen bietet laut Kalbe zudem den Vorteil, dass die Bereitschaftspraxis dann „über den Hintergrund des Klinikums verfügt“. Bei der Behandlung der Patienten könnten somit die kurzen Wege zu den entsprechenden Abteilungen genutzt werden.

Wie der KVN-Vertreter weiterhin mitteilte, soll der Bereitschaftsdienst auch künftig Hausbesuche machen. Der Landkreis werde dann in zwei Bezirke eingeteilt, für jedem dieser Bezirke sei jeweils ein Bereitschaftsarzt mit einem Auto im Einsatz – und zwar zusätzlich zur Besetzung der Bereitschaftspraxis. „Das wird eine absolut ausreichende Versorgung sein“, betonte Kalbe.

Dabei stütze er sich auf die Erfahrungen aus anderen Bereichen in Niedersachsen, die ähnlich organisiert seien, so Kalbe, und wo keine Versorgungsmängel auftreten. Das geplante Gesamtkonzept des Bereitschaftsdienstes basiert laut Kalbe ohnehin auf einer landesweit verbindlichen Bereitschaftsdienstordnung der KVN-Vertreterversammlung. „Wir erfinden hier für Schaumburg also nichts Neues.“

Kalbe betonte zudem, dass es sich bei den Plänen im Moment noch „um einen Diskussionsstand handelt“. Die Ärzteschaft werde in den Entscheidungsprozess eingebunden und könne auf die Pläne noch Einfluss nehmen. So sei für November eine Vollversammlung der hiesigen niedergelassenen Ärzte zu dem Thema anberaumt. Umgesetzt werden könnten die Pläne mit Inbetriebnahme des Gesamtklinikums, was nicht vor Beginn 2017 der Fall sein wird. ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Medizinische Versorgung in der Kreisstadt
Die Bereitschaftspraxis an der Bahnhofstraße soll geschlossen werden.

Ein wichtiger medizinischer Versorgungspunkt in Stadthagen droht verloren zu gehen: die kassenärztliche Bereitschaftspraxis an der Bahnhofstraße neben der Bären-Apotheke.

mehr

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg