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Aus dem Landkreis „Jederzeit ein Arzt präsent“
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis „Jederzeit ein Arzt präsent“
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00:25 02.10.2015
Quelle: Symbolfoto
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Landkreis

Im Unterschied zur jetzigen Regelung werde dann nämlich „jederzeit ein Arzt präsent sein“. Das hat Dr. Peter Kalbe, Vorsitzender des hiesigen KVN-Bezirksausschusses, auf Anfrage versichert: „Die Patienten wissen dann zuverlässig, wo sie einen ärztlichen Bereitschaftsdienst vorfinden.“ Die jetzige Bereitschaftspraxis an der Stadthäger Bahnhofstraße ist hingegen nur zeitweilig besetzt.

Geplant ist nach den Worten von Kalbe, dass in Vehlen insbesondere in den Stoßzeiten der Bereitschaftspraxis, also wenn die Arztpraxen geschlossen sind, ein niedergelassener Arzt Dienst tut. In Zeiten, wo dies nicht der Fall ist, werden laut Kalbe „Ärzte des Gesamtklinikums die Bereitschaftsversorgung sicherstellen“. Das solle durch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Träger des Klinikums sichergestellt werden.

Die Verlegung nach Vehlen bietet laut Kalbe zudem den Vorteil, dass die Bereitschaftspraxis dann „über den Hintergrund des Klinikums verfügt“. Bei der Behandlung der Patienten könnten somit die kurzen Wege zu den entsprechenden Abteilungen genutzt werden.

Wie der KVN-Vertreter weiterhin mitteilte, soll der Bereitschaftsdienst auch künftig Hausbesuche machen. Der Landkreis werde dann in zwei Bezirke eingeteilt, für jedem dieser Bezirke sei jeweils ein Bereitschaftsarzt mit einem Auto im Einsatz – und zwar zusätzlich zur Besetzung der Bereitschaftspraxis. „Das wird eine absolut ausreichende Versorgung sein“, betonte Kalbe.

Dabei stütze er sich auf die Erfahrungen aus anderen Bereichen in Niedersachsen, die ähnlich organisiert seien, so Kalbe, und wo keine Versorgungsmängel auftreten. Das geplante Gesamtkonzept des Bereitschaftsdienstes basiert laut Kalbe ohnehin auf einer landesweit verbindlichen Bereitschaftsdienstordnung der KVN-Vertreterversammlung. „Wir erfinden hier für Schaumburg also nichts Neues.“

Kalbe betonte zudem, dass es sich bei den Plänen im Moment noch „um einen Diskussionsstand handelt“. Die Ärzteschaft werde in den Entscheidungsprozess eingebunden und könne auf die Pläne noch Einfluss nehmen. So sei für November eine Vollversammlung der hiesigen niedergelassenen Ärzte zu dem Thema anberaumt. Umgesetzt werden könnten die Pläne mit Inbetriebnahme des Gesamtklinikums, was nicht vor Beginn 2017 der Fall sein wird. ssr

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