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Jetzt doch Wärme und Strom aus Kompost?

Landkreis / AWS tüftelt an Verfahren Jetzt doch Wärme und Strom aus Kompost?

Mit dem Plan, den Inhalt der Biotonne und auch Kompost energetisch zu nutzen und Strom und Wärme zu gewinnen, ist die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) im ersten Anlauf an gesetzlichen Vorgaben gescheitert. Neuerliche Verfahren der AWS scheinen nun erfolgversprechend zu sein.

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Kompost-Pellets hat der heutige Landrat Jörg Farr 2010 bei einem Besuch der AWS in Sachsenhagen bereits in der Hand gehalten. Das Verfahren ist vom Niedersächischen Umweltministerium nicht genehmigt worden.

Quelle: jpw

Landkreis. Für „technisch ausgereift und genehmigungsfähig“ hat der Geschäftsführer der AWS, Bernd Insinger, auch die ersten Pläne gehalten, wonach aus den pflanzlichen Abfällen auf dem Wege der Verbrennung Strom und Wärme erzeugt werden sollte. Mit Hilfe der Restwärme hätten aus den Holz-Bestandteilen Pellets entstehen sollen.
Die Planungen waren ziemlich konkret: Protoypen der Pellets hatte der damalige Landratskanditat Jörg Farr bereits bei seinem Besuch des Entsorgungszentrums Sachsenhagen vorgeführt.
Das Niedersächsische Umweltministerium versagte diesem Verfahren damals die Genehmigung: „Das Gemisch stand nicht auf der Liste der üblichen Regelbrennstoffe“, erläutert der Geschäftsführer. Alle Bestandteile seien aber einzeln dort aufgeführt gewesen. Um dieses Verfahren trotzdem anwenden zu können, hätte es nach den Worten von Insinger entweder einer Gesetzesänderung oder einer Technik bedurft, die „nicht mehr wirtschaftlich darstellbar“ gewesen sei.
Nach zweijähriger Entwicklung gibt es nun ein anderes Verfahren, die Energie aus dem Kompost zu nutzen. „Wir haben zwei Möglichkeiten entwickelt“, berichtet Insinger. Zunächst mit einer Vorschaltung im Kompostwerk Wiehagen, oder aber mit einem technischen Verfahren, vegetative Substanzen der Vergärung in Sachsenhagen beizufügen. „Beides hat Vor- und Nachteile“, sagte Insinger.

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